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Abwasseraufbereitungsanlagen

Facility Management: Trinkwasser » Betrieb » Dokumente » Abwasseraufbereitungsanlagen

Abwasseraufbereitungsanlagen

Abwasseraufbereitungsanlagen

Abwasserbehandlungsanlagen sind aus Sicht des Facility Management (FM) genehmigungs-, umwelt- und betriebskritische technische Anlagen. Der Gesetzgeber unterwirft sie der Wasserrahmenrichtlinie, dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG), der Abwasserverordnung (AbwV), dem Umwelt- und Bau- sowie Vergaberecht. Betreiber unterliegen damit Pflichten zur Selbstüberwachung, Messung und Dokumentation der Einleitmengen und -parameter, wie die AbwV und Landes-Eigenüberwachungsverordnungen klarstellen. Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) fordert darüber hinaus die Erstellung von Funktions- und Steuerschemata, die Fertigung von Abnahmeprotokollen und die Dokumentation der Gewährleistungsfristen. Diese Dokumentationspflichten haben im FM einen hohen Stellenwert: Sie sind Voraussetzung für Compliance, Audit- und Behördenfähigkeit und gewährleisten einen störungsarmen, wirtschaftlichen Betrieb. Das folgende Kapitel beschreibt die notwendigen Dokumente, ihre Funktionen, verantwortlichen Stellen und rechtliche Verankerung. Die dargestellte Dokumentationskette reicht von der Vergabe über Planung und Ausführung bis zum Betrieb und schafft eine rechts- und revisionssichere Grundlage für das Betreiben von Abwasserbehandlungsanlagen.

Strukturierte Prozesse in Abwasseranlagen

Abnahmeprotokoll – Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Abnahmeprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Formeller Nachweis der vertragsgemäßen Leistungserbringung und Betriebsfreigabe

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Abnahmedatum
Prüfumfang
festgestellte Mängel/Restarbeiten
Vorbehalte

Verantwortlich

Vertragsparteien (Auftraggeber/Auftragnehmer)

Praxisbezug FM

Start der Gewährleistung, Übergang in den Regelbetrieb

Erläuterung

Das Abnahmeprotokoll markiert den Übergang von der Bau- in die Betriebsphase. Nach HOAI sind im Rahmen der fachtechnischen Abnahme Protokolle zu erstellen, Mängel festzustellen und Verjährungsfristen aufzulisten. Für das FM ist dieses Dokument maßgeblich, da es die Gewährleistungsfrist auslöst, mögliche Mängel dokumentiert und den Betriebsübergang bestätigt. Ein vollständiges Abnahmeprotokoll erleichtert zudem spätere Haftungsnachweise und sichert die Einhaltung von Verjährungsfristen.

Abwasserregister (Betrieb) – Einleitung in Gewässer

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebliches Abwasserregister

Zweck & Geltungsbereich

Laufender Nachweis der Einleitmengen und -qualitäten

Rechts- & Normbezug

AbwV; §61 WHG und Landes-EÜV (Eigenüberwachung)

Wesentliche Inhalte

laufend erfasste Messwerte
Probenahme- und Analysedaten
Grenzwertüberschreitungen
Ereignisaufzeichnungen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug FM

Umwelt-Compliance, Behördennachweise

Erläuterung

Die Abwasserverordnung verpflichtet Betreiber, die Einleitmengen und Schadstoffkonzentrationen zu überwachen und die Ergebnisse zu dokumentieren. Das bayerische Merkblatt zur Eigenüberwachung weist darauf hin, dass nach §61 WHG und den jeweiligen Landes-Eigenüberwachungsverordnungen eine kontinuierliche Selbstüberwachung einschließlich Dokumentation der Messergebnisse und Ereignisse durchzuführen ist. Das betriebliche Abwasserregister sammelt diese Daten und dient als zentrales Umwelt-Nachweisdokument für Genehmigungsbehörden und interne Audits.

Angebot – Bauleistungen Abwassertechnik

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Angebotsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Wirtschaftliche und technische Grundlage der Vergabe

Rechts- & Normbezug

Vergabeverordnung (VgV), VOB/A 2019 §13

Wesentliche Inhalte

Preise
detaillierte Leistungsbeschreibung
Nebenangebote

Verantwortlich

Bieter

Praxisbezug FM

Kostenvergleich, Vertragsgrundlage

Erläuterung

Bei der Ausschreibung von Bauleistungen für Abwassertechnik sind formale Anforderungen an Angebote einzuhalten. Die VOB/A (§13) bestimmt, dass Angebote in der vom Auftraggeber festgelegten Form einzureichen sind und alle geforderten Preise, Erklärungen und Nachweise enthalten müssen. Änderungen an den Ausschreibungsunterlagen sind unzulässig. Für das FM dienen die Angebote als Referenz für Leistungsumfang und Preisstruktur; sie bilden die Grundlage für Vertragsabschlüsse und den späteren Kostenvergleich bei Nachträgen.

Anlagenbeschreibung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Verständliche Darstellung von Aufbau, Funktion und Prozess der Abwasserbehandlungsanlage

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Prozessstufen (mechanische, biologische, chemische Behandlung)
Betriebskonzepte
Leistungsdaten

Verantwortlich

Fachplaner der Technischen Gebäudeausrüstung

Praxisbezug FM

Betriebseinweisung, Störungsanalyse

Erläuterung

Die HOAI sieht für die Planung von Abwasserbehandlungsanlagen die Erarbeitung von Funktions- und Steuerschemata, Prozessbeschreibungen und Betriebskonzepten vor. Die Anlagenbeschreibung fasst diese Informationen verständlich zusammen und erläutert Aufbau, Funktionsweise und Leistungsdaten der Anlage. Sie bildet die Grundlage für Betriebseinweisungen und ermöglicht es dem FM-Team, bei Störungen schnell die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Anlagenbuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagen-/Assetbuch

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Erfassung aller Anlagendaten über den Lebenszyklus

Rechts- & Normbezug

VDI 6070-1; VDI-MT 3810-1; DIN 32835-1

Wesentliche Inhalte

eindeutige Identifikation und Standort
technische Parameter
Wartungs- und Prüfhistorie

Verantwortlich

Betreiber / Facility Management

Praxisbezug FM

Asset-, Kosten- und Instandhaltungsmanagement

Erläuterung

Die VDI-Richtlinie 3810 beschreibt das Anlagenbuch als Dokumentation aller relevanten Planungsdaten, Betriebsparameter und Prüfungen der Anlage. Anhang B erläutert, wie das Anlagenbuch über den Lebenszyklus geführt wird und sowohl technische als auch organisatorische Informationen enthält. Für das FM ist das Asset Book die Basis für strategische Entscheidungen über Erneuerung, Ersatz oder Optimierung und unterstützt das Kosten- und Instandhaltungsmanagement.

Systementwurf mit Steuerungsschemata

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

System- und Steuerungsschemata

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der Prozess- und Steuerungslogik der Abwasserbehandlung

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C), HOAI

Wesentliche Inhalte

Prozessflüsse und Verfahrensstufen
Sensorik und Aktorik
Steuerstrategien und Regelalgorithmen

Verantwortlich

Planer / Errichter

Praxisbezug FM

Betrieb, Optimierung, Fehlersuche

Erläuterung

Im Zuge der Planung fordert die HOAI die Erstellung von Funktions- und Steuerungsschemata zur Darstellung der Prozessabläufe, Mess- und Regelkreise. Diese Schemata bilden die Prozess- und Steuerungslogik ab, zeigen die Zuordnung von Sensoren und Aktoren und erläutern die Steuerstrategien. Für das FM sind sie unverzichtbar, um Fehler zu identifizieren, Prozesse zu optimieren und Änderungen rechtssicher umzusetzen.

Elektrischer Anschlussplan nach DIN EN 61082-1

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anschluss-/Schaltplan

Zweck & Geltungsbereich

Eindeutige Darstellung der elektrischen Anschlüsse und Stromkreise

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C); DIN EN 61082-1

Wesentliche Inhalte

Klemmen- und Leitungskennzeichnung
Stromkreise und Schutzorgane
Spannungsversorgungen

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Wartung, sichere Eingriffe

Erläuterung

Die Norm DIN EN 61082-1 legt Regeln für die Erstellung elektrotechnischer Dokumentation, einschließlich Schaltplänen, Darstellungen und Bezeichnungen fest. In Verbindung mit DIN 18381 definiert sie Aufbau und Formate von Anschluss- und Stromlaufplänen. Für das FM stellen diese Pläne sicher, dass Wartungs- und Reparaturarbeiten ohne Gefährdung durchgeführt werden können und Änderungen nachvollziehbar bleiben.

Antrag auf behördliche Genehmigung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Genehmigungsantrag

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der öffentlich-rechtlichen Zulässigkeit der Anlage

Rechts- & Normbezug

WHG/LWG, HOAI; landesrechtliche Bestimmungen

Wesentliche Inhalte

technische Nachweise (Verfahrensbeschreibung, Dimensionierung)
Lage- und Systempläne

Verantwortlich

Fachplaner der Technischen Gebäudeausrüstung / Auftraggeber

Praxisbezug FM

Rechtssicherer Betrieb; dauerhafte Aufbewahrung der Genehmigungsunterlagen

Erläuterung

Abwasserbehandlungsanlagen sind genehmigungspflichtig. Ein Beispiel aus Nordrhein-Westfalen zeigt, dass Neutralisations- und Emulsionsspaltanlagen nur mit behördlicher Genehmigung nach §57 Abs. 2 LWG in Verbindung mit §60 WHG betrieben werden dürfen. Die Genehmigungsunterlagen müssen Angaben zum Standort, zu Art und Größe der Anlage und zu den einzuleitenden Abwässern enthalten. Für das FM sind diese Dokumente dauerhaft aufzubewahren, um die Zulässigkeit nachweisen und bei Änderungen oder behördlichen Prüfungen vorlegen zu können.

Übersicht der Verjährungsfristen für Mängelansprüche

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gewährleistungsübersicht

Zweck & Geltungsbereich

Steuerung von Mängel- und Haftungsansprüchen

Rechts- & Normbezug

VOB/B §13; HOAI

Wesentliche Inhalte

Verjährungsfristen (z. B. 4 Jahre für Bauwerke, 2 Jahre für andere Leistungen)
Vertragsgrundlagen
Zuständigkeiten

Verantwortlich

Fachplaner der TGA / Facility Management

Praxisbezug FM

Gewährleistungsmanagement

Erläuterung

Die VOB/B §13 regelt die Mängelansprüche und Verjährungsfristen. Wenn keine abweichende Vereinbarung getroffen wird, beträgt die Verjährungsfrist bei Bauwerken vier Jahre, bei anderen Leistungen und Teilen von maschinellen und elektrischen Anlagen zwei Jahre. Diese Fristen beginnen mit der Abnahme. Eine Übersicht der Fristen unterstützt das FM dabei, Mängelansprüche fristgerecht geltend zu machen und Nachfristen gegenüber Auftragnehmern zu überwachen.

Aufmaß / Messungen – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufmaß- und Messunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Quantitativer Nachweis ausgeführter Leistungen und Grundlage der Abrechnung

Rechts- & Normbezug

HOAI; Dokumentationsrichtlinien des KIT-FM

Wesentliche Inhalte

gemessene Mengen und Parameter
Abweichungen von der Planung
Dokumentation der Messgeräte

Verantwortlich

Fachplaner / Ingenieure

Praxisbezug FM

Abrechnung, Kostenkontrolle, Bewertung von Nachträgen und Anpassungen

Erläuterung

Gemäß den Dokumentationsrichtlinien des Karlsruher Instituts für Technologie gehören Aufmaß- und Abrechnungsunterlagen zu den notwendigen Dokumentationen über den gesamten Lebenszyklus. Sie liefern einen quantitativen Nachweis der erbrachten Leistungen, dienen als Grundlage der Abrechnung und ermöglichen im FM die Plausibilisierung von Rechnungen sowie die Bewertung späterer Anpassungen oder Nachträge.

Wartungsnachweise für abflusslose Abwassersammelgruben

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Instandhaltungsnachweise

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der ordnungsgemäßen Wartung und Funktionssicherheit

Rechts- & Normbezug

DIN 1986-3

Wesentliche Inhalte

Wartungsdatum
durchgeführte Maßnahmen
Feststellungen

Verantwortlich

Betreiber / Wartungspersonal

Praxisbezug FM

Betriebssicherheit, Umwelt- und Haftungsnachweis

Erläuterung

Wartungsnachweise dokumentieren detailliert die regelmäßige Pflege abflussloser Sammelgruben und belegen gegenüber Behörden, dass alle vorgeschriebenen Maßnahmen durchgeführt wurden. Gemäß DIN 1986-3 sind Betreiber verpflichtet, alle Wartungsarbeiten lückenlos zu protokollieren – beispielsweise Datum, Umfang der Reinigung oder Entleerung, das Volumen des entfernten Inhalts und etwaige Befunde oder Mängel. Anhand dieser Dokumente kann sichergestellt werden, dass keine Umweltschäden entstehen. Diese Nachweise erfüllen damit wichtige Betreiberpflichten und minimieren Haftungsrisiken.

Eigenüberwachungsprotokolle von Abwasseranlagen und Einleitungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Eigenüberwachungsaufzeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Kontrolle der Einhaltung wasserrechtlicher Anforderungen

Rechts- & Normbezug

Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Wesentliche Inhalte

Messwerte
Betriebszustände
Abweichungen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug FM

Behördennachweis, Umweltcompliance

Erläuterung

Eigenüberwachungsaufzeichnungen halten die regelmäßigen Messungen und Beobachtungen fest, die ein Anlagenbetreiber gemäß WHG durchführen muss. Hierzu gehört die Kontrolle der abgeleiteten Abwassermenge und -qualität sowie der Zustand der Anlage. In den Protokollen werden daher alle relevanten Messwerte (z. B. pH-Wert, Leitfähigkeit, Temperatur) und Betriebszustände eingetragen, ebenso wie festgestellte Abweichungen von Grenzwerten oder Sollwerten. Diese Aufzeichnungen dienen dem Facility Management als Nachweis dafür, dass die Anlagen vorschriftsgemäß betrieben werden und alle wasserrechtlichen Auflagen eingehalten werden können.

Prüfprotokolle elektrischer Betriebsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfprotokolle elektrische Anlagen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der elektrischen Sicherheit

Rechts- & Normbezug

DGUV Vorschrift 3 und 4, DGUV-Informationen 203-070/071, VDE 0701, VDE 0702

Wesentliche Inhalte

Messwerte
Prüfergebnisse
Mängel
Prüffristen

Verantwortlich

Befähigte Elektrofachkraft

Praxisbezug FM

Arbeitssicherheit, Audit- und Versicherungsnachweis

Erläuterung

Prüfprotokolle dokumentieren alle wiederkehrenden Sicherheitsprüfungen elektrischer Anlagen und Geräte, insbesondere in feuchten oder explosionsgefährdeten Bereichen der Abwasseranlage. Nach den Vorschriften der Unfallversicherung (DGUV V3/V4) müssen qualifizierte Fachkräfte die Anlagen in festgelegten Intervallen prüfen und alle Ergebnisse dokumentieren. Die Protokolle enthalten dazu Messwerte (z. B. Isolationswiderstand, Schutzleiterwiderstand), Angaben zu den Prüfergebnissen, festgestellte Mängel sowie die Fristen für Folgeprüfungen. Diese Protokolle sind für das Facility Management unverzichtbar, um die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften gegenüber Behörden und Versicherungen nachzuweisen und die elektrische Betriebssicherheit sicherzustellen.

Reinigungs- und Wartungsnachweise für Leichtflüssigkeitsabscheider

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Reinigungs- und Wartungsprotokolle

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der Funktionsfähigkeit von Abscheidern

Rechts- & Normbezug

DIN EN 858-2

Wesentliche Inhalte

Reinigungsintervalle
Entsorgungsnachweise

Verantwortlich

Wartungsingenieur / Fachfirma

Praxisbezug FM

Umwelt- und Gewässerschutz

Erläuterung

Leichtflüssigkeitsabscheider müssen gemäß den einschlägigen Normen regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden, um Öl- und Schadstoffeinträge in die Kanalisation zu verhindern. In den Reinigungs- und Wartungsprotokollen werden daher alle durchgeführten Maßnahmen festgehalten, insbesondere das Datum der Reinigung, das gemessene Öl- und Schlammvolumen sowie die Entleerung des Abscheiders. Begleitet werden diese Einträge von Entsorgungsnachweisen, die belegen, dass die ausgebauten Stoffe ordnungsgemäß entsorgt wurden. Auf diese Weise wird verhindert, dass Öl oder andere Schadstoffe in Kanalisation oder Gewässer gelangen.

Ausführungspläne für Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- und Montagepläne

Zweck & Geltungsbereich

Technische Grundlage für Bau und Betrieb

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C)

Wesentliche Inhalte

Leitungsführung
Einbaulagen
Anschlussdetails

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Wartung, Umbauten, Störungsbeseitigung

Erläuterung

Ausführungspläne zeigen die genaue Verlegung und Anordnung von Leitungen, Apparaten und Armaturen entsprechend der Bauausführung. Sie werden im Rahmen der Vergabe und Ausführung gemäß DIN 18381 (Teil der VOB/C) erstellt. Für das Facility Management sind diese Pläne unverzichtbar, da sie bei späteren Eingriffen im Rohrnetz (z. B. Reparaturen, Erweiterungen) die technische Referenz bilden. Sie legen Leitungsführungen, Einbaulagen und Anschlussdetails eindeutig fest, so dass Wartungsfirmen Leitungsverläufe und Anschlüsse präzise nachverfolgen können.

Ausschreibungszeichnungen – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungs- und Angebotszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Grundlage für Vergabe und Kostenvergleich

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Anlagenlayout
Leistungsparameter

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Nachtragsmanagement

Erläuterung

Konstruktions- und Bestandspläne erfassen den tatsächlichen, ausgeführten Zustand der technischen Anlagen. Sie dokumentieren den Endzustand inklusive aller Änderungen und Abweichungen gegenüber den ursprünglichen Planunterlagen. Nach Beendigung der Bauarbeiten werden diese Pläne in die Anlagenunterlagen aufgenommen und sind die maßgebliche Grundlage für den laufenden Betrieb. Aus FM-Sicht sind sie entscheidend, da sie alle Einbaulagen und Kennzeichnungen enthalten und so zukünftige Wartungs- und Umbauarbeiten sicher ermöglichen.

Betriebs- und Benutzerhandbuch (Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs- und Wartungshandbuch

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Betrieb und ordnungsgemäße Nutzung

Rechts- & Normbezug

DIN EN 12056-5, DIN 1986-3, DIN 1988-600, VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Bedienung
Wartung
Störungsbeseitigung

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Betriebseinweisung, Instandhaltung

Erläuterung

Das Betriebs- und Wartungshandbuch enthält alle wesentlichen Informationen zur Bedienung und Pflege der Anlagen. Es umfasst Bedienungsanleitungen, Wartungsintervalle, Prüfvorschriften sowie Hinweise zur Störungsbehebung. Nach den einschlägigen Normen (z. B. DIN 1986-3 für Abwasser, DIN 1988-600 für Trinkwasser, DIN EN 12056-5, VDI 6026) ist der Errichter verpflichtet, diese Unterlagen dem Betreiber zu übergeben. Im Facility Management dient das Handbuch als zentrales Nachschlagewerk, um Personal einzuweisen, Betriebsanweisungen zu erstellen und Schulungsmaßnahmen vorzubereiten.

Berechnung und Auslegung – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Berechnungen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der grundsätzlichen technischen Machbarkeit

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Bemessung
Lastannahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Genehmigungs- und Betriebssicherheit

Erläuterung:

In der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3 nach HOAI) werden grundlegende Auslegungsberechnungen erstellt. Dazu zählen z. B. die dimensionierende Rohrnetzberechnung, die Auslegung von Pumpen und Behältern sowie die Festlegung der Lastannahmen für den Regelbetrieb. Diese Berechnungen zeigen, dass das Anlagenkonzept technisch machbar ist und die erforderlichen Leistungsanforderungen erfüllt. Sie sind wichtige Unterlagen für die Genehmigungsanträge, da Behörden anhand der Nachweise beurteilen, ob das Projekt genehmigungsfähig ist und sicher betrieben werden kann.

Berechnung und Auslegung – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Detailberechnungen

Zweck & Geltungsbereich

Umsetzungssicherheit

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Detailnachweise
Sicherheitsreserven

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Referenz für Betrieb und Wartung

Erläuterung

In der Ausführungsplanung (HOAI LPH 5) werden die Auslegungen aus der Vorplanung weiter verfeinert und konkretisiert. In Detailberechnungen werden etwa Sicherheitsreserven bei Spitzenauslastung überprüft oder offene Aspekte geklärt (z. B. genaue Rohrreibungsverluste, konkrete Pumpenkennlinien). Diese Berechnungen dienen dazu, die Ausführbarkeit der Planung sicherzustellen und letzte Optimierungen vorzunehmen. Für das FM liefern sie eine Referenz, auf deren Basis spätere Erweiterungen oder Störungsanalysen durchgeführt werden können, da die ursprünglichen Auslegungsannahmen nachvollziehbar dokumentiert sind.

Berechnung und Auslegung – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Berechnungen und Auslegung (Vergabestand)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der beauftragten technischen Dimensionierung

Rechts- & Normbezug

HOAI, DIN 18379 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Bemessungsgrundlagen
Volumen- und Leistungsdaten
Sicherheitszuschläge

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Referenz für Betrieb, Nachträge und Gewährleistung

Erläuterung

Im Rahmen der HOAI-Leistungsphase 7 werden detaillierte technische Berechnungen für Durchflussmengen, Speicher- und Pumpenleistungen sowie Abscheiderkapazitäten erstellt. Diese Dokumente legen verbindlich den Soll-Zustand der Anlage fest, einschließlich der vereinbarten Sicherheitszuschläge. Für das Facility Management sind sie unverzichtbar, um abweichende Ist-Leistungen im Betrieb zu prüfen und eventuelle Nachtragsforderungen zu bewerten. So lassen sich garantierte Leistungswerte (z.B. Reinigungsleistung, Fördermengen) mit den realen Betriebsdaten abgleichen. Darüber hinaus dienen die Vergabeunterlagen als Grundlage für Abnahmeprüfungen und als Nachweis während der Gewährleistungsphase.

Lebenszykluskostenberechnung (LCC)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Lebenszykluskostenberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Wirtschaftliche Bewertung über die Nutzungsdauer

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Investitions-
Betriebs-
Wartungs-
Entsorgungskosten

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Investitions- und Ersatzentscheidungen

Erläuterung

Die Lebenszykluskostenberechnung umfasst alle erwarteten Kosten einer Anlage von der Anschaffung über den Betrieb und die Instandhaltung bis zur späteren Entsorgung. Dabei werden Investitions-, Betriebs-, Wartungs- und Entsorgungskosten über die gesamte Nutzungsdauer transparent gegenübergestellt. Dies erlaubt es, verschiedene Anlagenversionen unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten zu vergleichen (z.B. unterschiedliche Technologien oder Materialqualitäten). Für das FM ist die LCC ein wesentliches Planungswerkzeug: Sie liefert belastbare Entscheidungsgrundlagen für Investitionen und Ersatzbeschaffungen. Langfristig dient sie dazu, kostenintensive Optionen früh zu erkennen und betriebliche Abläufe nachhaltig zu optimieren.

Bestandsaufnahme, grafische Darstellung und Neuberechnung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestands- und Revisionsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung bestehender Anlagen und Anpassungsbedarf

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Bestandspläne
Leistungsdaten
Neuberechnungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Weiterbetrieb, Modernisierung

Erläuterung

Bei bestehenden Anlagen werden im Rahmen der Bestandsaufnahme alle relevanten technischen Daten ermittelt: Rohrleitungen, Behältervolumen, Pumpenleistung und Ähnliches. Diese Ist-Daten werden in übersichtlichen Plänen dargestellt und anschließend mit den aktuellen Normanforderungen neu berechnet. Ziel ist es, den tatsächlichen Zustand der Anlage zu erfassen und daraus den Anpassungsbedarf für geänderte Betriebsbedingungen abzuleiten. Für das FM bildet dieses Dokument die Grundlage, um Modernisierungen oder Erweiterungen fachgerecht zu planen. Nur mit soliden Bestandsunterlagen lassen sich Umbauten, Sanierungsmaßnahmen oder Kapazitätserweiterungen wirtschaftlich und sicher umsetzen.

Bestands- und Inventarpläne – Gas-, Wasser- und Abwassersysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestands- und Inventarpläne

Zweck & Geltungsbereich

Übersicht und Zuordnung aller Medienleitungen und Anlagenteile

Rechts- & Normbezug

VDI 6026-1, DVGW W 551, DIN 18381 (VOB/C), DIN 1986-3

Wesentliche Inhalte

Leitungsführung
Armaturen
Revisionspunkte

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Betrieb, Wartung, Störungsbeseitigung

Erläuterung

Bestands- und Inventarpläne dokumentieren detailgenau die Lage aller Medienleitungen (Gas-, Wasser- und Abwasserrohre) sowie zugehöriger Bauteile wie Armaturen, Ventile oder Prüfschächte. Sie entsprechen den Anforderungen von Normen wie VDI 6026-1 (Dokumentation TGA), DVGW W 551 (Rohrleitungskennzeichnung) und DIN 18381/DIN 1986-3 (Trink- bzw. Abwasserinstallationen). Ein vollständiger Bestandsplan ist heute Pflicht und wird beispielsweise in der aktuellen DIN 1986-3 ausdrücklich gefordert. Für das FM sind diese Pläne unverzichtbare Arbeitsgrundlagen: Sie ermöglichen Betrieb, Wartung und schnelle Störungsbeseitigung, weil alle Leitungswege und Zugangspunkte sofort ersichtlich sind. Fehlende oder veraltete Pläne bedeuten dagegen erhebliche Risiken und Mehraufwand bei jeder Instandhaltungsmaßnahme.

Betriebsanleitung – Fettabscheideranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsanleitung

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer und bestimmungsgemäßer Betrieb von Fettabscheidern

Rechts- & Normbezug

DIN 4040-100

Wesentliche Inhalte

Entleerungsintervalle
Wartung
Störfallmaßnahmen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Betreiberpflichten, Umwelt- und Gewässerschutz

Erläuterung

Die Herstellervorgaben für Fettabscheider sind verbindlich: Nach DIN 4040-100 muss der Hersteller eine ausführliche Betriebs- und Wartungsanleitung bereitstellen. Diese Anleitung beschreibt genau, in welchen Zeitabständen der Abscheider zu entleeren und zu reinigen ist und welche Wartungsarbeiten durchzuführen sind (Filterkontrolle, Dichtheitsprüfung etc.). Zudem enthält sie Anweisungen für den Störfall – etwa beim Überlaufen oder bei Undichtigkeiten – um Schäden an Umwelt oder Kanalisation zu verhindern. Das FM muss diese Anweisungen umsetzen und die Einhaltung dokumentieren, da sie Teil der Betreiberpflichten nach WHG sind. Nur bei fristgerechter Wartung und protokollierten Inspektionen kann die Betriebssicherheit der Anlage gewährleistet und Bußgeldern vorgebeugt werden.

Betriebs- und Sicherheitsinformationen – Elektrische Betriebsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Elektrische Betriebs- und Sicherheitsinformationen

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der elektrischen Sicherheit

Rechts- & Normbezug

Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU, 1. ProdSV

Wesentliche Inhalte

Schutzmaßnahmen
Grenzwerte
Warnhinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Prüfungen, Unterweisungen

Erläuterung

Bei allen elektrischen Anlagenkomponenten müssen vom Hersteller ausführliche Informationen zu Sicherheit und Betrieb bereitgestellt werden. Dazu gehören Angaben zu Schutzmaßnahmen (Schutzleiter, Isolation), zu maximal zulässigen Grenzwerten (z.B. Berührungsspannungen) sowie Warnhinweise vor Gefahren. Diese Betriebs- und Sicherheitsinformationen basieren auf der Niederspannungsrichtlinie und der Produktsicherheitsverordnung und sind Voraussetzung für jede Elektroinstallation. Für das Facility Management sind sie unverzichtbar: Sie dienen als Grundlage für die regelmäßigen Prüfungen nach DGUV Vorschrift 3 (bzw. VDE-Regeln) und für die Unterweisung des Wartungspersonals. Nur mit diesen Informationen können sichere Arbeitsbedingungen sichergestellt und Prüfintervalle korrekt festgelegt werden.

Interdisziplinäre Betriebsanweisung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Interdisziplinäre Betriebsanweisung

Zweck & Geltungsbereich

Gewerkeübergreifende Regelung des Anlagenbetriebs

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Zuständigkeiten
Schnittstellen
Betriebszustände

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Koordination, Haftungsvermeidung

Erläuterung

Die interdisziplinäre Betriebsanweisung fasst gewerkeübergreifend alle Regeln für den Anlagenbetrieb zusammen. Sie legt fest, welche Stelle wofür verantwortlich ist (Zuständigkeiten) und wie die Schnittstellen zwischen z.B. der Gebäudetechnik und der Haustechnik im Betrieb organisiert sind. Gleichzeitig definiert sie zulässige Betriebszustände und das Vorgehen bei Störungen oder Wartungsarbeiten. Das Ziel ist, klare Abläufe zu schaffen und Konflikte zwischen den Gewerken zu vermeiden. Für das FM ist dieses Dokument deshalb zentral: Es sorgt dafür, dass Verantwortungen transparenter sind, Abstimmungsprozesse festgelegt sind und im Störungsfall schnell reagiert werden kann.

Betriebstagebuch / Betriebsprotokoll

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebstagebuch

Zweck & Geltungsbereich

Laufende Dokumentation des Anlagenbetriebs

Rechts- & Normbezug

VDI-MT 3810-1

Wesentliche Inhalte

Betriebszustände
Wartungen
Störungen

Verantwortlich

Betreiber / Facility Management

Praxisbezug FM

Nachweisführung, Störungsanalyse

Erläuterung

Das Betriebstagebuch erfasst fortlaufend alle wesentlichen Betriebsdaten und Ereignisse der Anlage. Typische Eintragungen sind Bedienungs- und Betriebszustände, erfolgte Wartungs- oder Prüfmaßnahmen und aufgetretene Störungen. Als lückenloses Protokoll der Anlagenhistorie ermöglicht es, jeden Eingriff und jeden Messwert nachzuvollziehen. Für das FM ist das Betriebstagebuch ein zentrales Instrument: Es erleichtert die Ursachenanalyse bei Störungen und dient als Nachweis gegenüber Auditoren oder Behörden. Durch die regelmäßige Dokumentation kann der Anlagenbetrieb transparent gesteuert und optimiert werden.

Betriebskostenberechnung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebskostenberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Prognose und Kontrolle laufender Kosten

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Energie
Entsorgung
Wartung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Budgetierung, Kostencontrolling

Erläuterung

Die Betriebskostenberechnung fasst alle voraussichtlichen laufenden Kosten für Energie, Wasser, Abfallentsorgung und Wartung zusammen. Auf Grundlage der technischen Auslegungsdaten (Betriebszeiten, Durchflussmengen usw.) werden jährliche Kosten prognostiziert. Diese Kalkulation dient dem FM als Budgetierungshilfe und Vergleichsgrundlage: Tatsächliche Aufwendungen können den Soll-Werten gegenübergestellt werden. Weichen die Ist-Kosten erheblich ab, signalisiert dies Optimierungsbedarf (z.B. veraltete Pumpen mit hohem Energieverbrauch). Die Betriebskostenrechnung wird in der Regel zu Projektbeginn erstellt und im laufenden Betrieb fortgeschrieben, um die Wirtschaftlichkeit des Anlagenbetriebs zu überwachen.

Betriebstagebuch – Leichtflüssigkeitsabscheider

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebstagebuch Leichtflüssigkeitsabscheider

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis des ordnungsgemäßen Betriebs

Rechts- & Normbezug

DIN 1999-100

Wesentliche Inhalte

Entleerungen
Wartungen
Prüfungen

Verantwortlich

Betreiber / Wartungspersonal

Praxisbezug FM

Umwelt- und Behördennachweis

Erläuterung

Das Betriebstagebuch für Leichtflüssigkeitsabscheider dokumentiert alle Entleerungen, Wartungen und Prüfungen an der Anlage. Nach DIN 1999-100 sind Betreiber verpflichtet, diese Vorgänge lückenlos zu protokollieren, um den regelkonformen Betrieb nachweisen zu können. Die Behörden müssen bei Kontrollen Einsicht in dieses Buch erhalten; fehlende oder fehlerhafte Eintragungen gelten als Verstoß gegen die Betreiberpflichten. Für das FM hat dies große Bedeutung: Das Betriebstagebuch ist Pflichtbestandteil der Selbstüberwachung und muss sicher aufbewahrt werden. Gleichzeitig bildet es eine wertvolle Historie zur Analyse von Leerungsintervallen und Wartungszeiten der Anlage.

Betriebsbuch – Fettabscheideranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsbuch Fettabscheider

Zweck & Geltungsbereich

Laufende Dokumentation des Betriebs und der Wartung von Fettabscheideranlagen

Rechts- & Normbezug

DIN 4040-100

Wesentliche Inhalte

Entleerungen
Wartungen
Störungen
Prüfergebnisse

Verantwortlich

Betreiber / Wartungspersonal

Praxisbezug FM

Nachweis gegenüber Behörden und Entsorgern

Erläuterung

Gemäß DIN 4040-100 ist für Fettabscheider ein Betriebsbuch (als Betriebstagebuch) zu führen. Darin müssen alle Zeitpunkte von Eigenkontrollen, Wartungen, Überprüfungen und Entleerungen sowie die zugehörigen Prüfergebnisse und eingeleiteten Maßnahmen protokolliert werden. Auch verwendete Reinigungs- und Hilfsstoffe werden dokumentiert. Der Betreiber ist verpflichtet, dieses Betriebstagebuch zusammen mit allen Prüfberichten aufzubewahren und auf Verlangen vorzulegen. Im Facility Management dient das Betriebsbuch damit als dauerhafter Nachweis gegenüber Behörden und Entsorgungsunternehmen, dass der Fettabscheider ordnungsgemäß betrieben und gewartet wird. Alle Einträge (z.B. Entleerungsdatum, Befund, Fehlerbehebung) sichern die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und die Betriebssicherheit.

Betriebstagebuch – Einleitung von Abwasser in Gewässer

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebstagebuch Abwassereinleitung

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation genehmigter Einleitungen aus Industrieanlagen

Rechts- & Normbezug

Abwasserverordnung (AbwV)

Wesentliche Inhalte

Abwassermengen
Messwerte
Grenzwerte
Abweichungen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug FM

Umwelt- und Genehmigungsnachweis

Erläuterung

Nach §3 AbwV und zugehörigen Anlagen müssen Betreiber von Industrieabwässern die Einleitbedingungen in einem Abwasserkataster oder Betriebstagebuch dokumentieren. Typischerweise umfasst dies die kontinuierliche Aufzeichnung der Abwassermengen, der Konzentrationen relevanter Schadstoffe und aller Überschreitungen von Grenzwerten. So kann lückenlos nachgewiesen werden, dass die festgelegten Einleitauflagen (z.B. pH, Nährstoff- oder Schadstoffgrenzwerte) eingehalten werden. Für das Facility Management ist dieses Tagebuch ein zentrales Instrument zur Einhaltung der Umwelt-Compliance und Risikokontrolle: Es belegt gegenüber Behörden und Audits, dass die Einleitungen gemäß den wasserrechtlichen Vorgaben erfolgen.

Brandschutz- / Brandfall-Steuermatrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Brandfall- und Steuermatrix

Zweck & Geltungsbereich

Definition des Anlagenverhaltens im Brand- und Notfall

Rechts- & Normbezug

VDI 3819-3, HOAI

Wesentliche Inhalte

Abschaltungen
Lüftung
Notstrom
Prioritäten

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Brandschutz

Praxisbezug FM

Notfallmanagement, Feuerwehrabstimmung

Erläuterung

In der Ausführungsplanung (HOAI LPH 5) entstehen ausführungsreife Zeichnungen und Schemata. Dazu gehören Rohrleitungspläne, Strang- und Prozessfließbilder sowie Anordnungspläne, die Aufbau und Dimensionierung der Abwasserbehandlungsstufen zeigen (z.B. Pumpen, Rohrleitungen, Reinigungsanlagen). Diese grafischen Darstellungen veranschaulichen beispielsweise die Zulauf- und Ablaufwege, die Lage von Ventilen und Messstellen sowie die Zugänglichkeit zu Wartungsöffnungen. Sie bilden die Montage- und Installationsgrundlage und ermöglichen dem FM, frühzeitig die Wartungs- und Betriebssicherheit zu prüfen. (Gemäß HOAI sollen u.a. Ausführungs-, Detail- und Konstruktionszeichnungen erstellt werden.)

Lösungsdarstellungen – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Grafische Lösungsdarstellungen

Zweck & Geltungsbereich

Visualisierung der geplanten technischen Umsetzung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Prozessstufen
Rohrführungen
Wartungszugänge

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Referenz für Montage und Betrieb

Erläuterung

In der Ausführungsplanung (HOAI LPH 5) entstehen ausführungsreife Zeichnungen und Schemata. Dazu gehören Rohrleitungspläne, Strang- und Prozessfließbilder sowie Anordnungspläne, die Aufbau und Dimensionierung der Abwasserbehandlungsstufen zeigen (z.B. Pumpen, Rohrleitungen, Reinigungsanlagen). Diese grafischen Darstellungen veranschaulichen beispielsweise die Zulauf- und Ablaufwege, die Lage von Ventilen und Messstellen sowie die Zugänglichkeit zu Wartungsöffnungen. Sie bilden die Montage- und Installationsgrundlage und ermöglichen dem FM, frühzeitig die Wartungs- und Betriebssicherheit zu prüfen. (Gemäß HOAI sollen u.a. Ausführungs-, Detail- und Konstruktionszeichnungen erstellt werden.)

Lösungsbeschreibungen – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Lösungsbeschreibung

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der beauftragten Ausführung

Rechts- & Normbezug

HOAI, DIN 18379, DIN 18381

Wesentliche Inhalte

Leistungsumfang
Systemgrenzen
Abweichungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Gewährleistungsmanagement

Erläuterung

Die Technische Lösungsbeschreibung nach LPH 7 dokumentiert abschließend die im Vergabeverfahren beauftragte Anlagenlösung. Sie enthält eine vollständige, detaillierte Aufzählung aller Komponenten mit Herstellerspezifikationen (Typ, Fabrikat), Leistungsdaten und Schnittstellen. Abweichungen vom ursprünglichen Entwurf sowie technische Klärungen und Verantwortlichkeitsabgrenzungen anderer Gewerke werden ebenfalls festgehalten. Dieses Dokument wird Teil der Vergabeunterlagen (nach DIN 18379/18381 VOB/C) und ist bei Projektabschluss die Basis für Nachtragsforderungen, Mängelrügen und Gewährleistungsprüfungen. Für das FM ist die Lösungsbeschreibung eine zentrale Referenz: Sie erlaubt den späteren Vergleich der real installierten Anlage mit der ursprünglich ausgeschriebenen Lösung und dient als Leitfaden für Wartungshandbücher und Systemdokumentationen.

Datenerfassung, Analysen und Optimierungsprozesse

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Analyse- und Optimierungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung und Verbesserung des Anlagenbetriebs

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Betriebsdaten
Effizienzanalysen
Maßnahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Kosten- und Energieoptimierung

Erläuterung

In Datenerfassungs- und Analyseunterlagen werden im Planungs- oder Betriebsstadium die tatsächlichen Leistungs- und Effizienzkennzahlen der Anlage gesammelt und ausgewertet. Dies umfasst etwa Messreihen (z.B. Zulauf/ Ablauf, Chemikalienverbrauch, Energieverbräuche), Alarmlogbücher, Systemverfügbarkeiten und Ergebnisse von Funktionstests. Die Analyse dieser Daten deckt Schwachstellen auf (etwa Verzögerungen, Leistungsverluste) und liefert Ansatzpunkte für Optimierungen: Zum Beispiel Anpassungen von Steuerungsparametern, Optimierung von Wartungsintervallen oder ergänzende Maßnahmen zur Leistungssteigerung. Solche Dokumente ermöglichen ein datenbasiertes Verbesserungsmanagement. Das FM kann damit proaktiv handeln (Predictive Maintenance) und langfristig Betriebskosten sowie Energieverbrauch senken.

Instandhaltungsunterlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung des ordnungsgemäßen Anlagenzustands

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13460

Wesentliche Inhalte

Wartungsintervalle
Maßnahmen
Prüfnachweise

Verantwortlich

Betreiber / Instandhalter

Praxisbezug FM

Betreiberpflichten, Auditfähigkeit

Erläuterung

Die Instandhaltungsdokumentation nach DIN EN 13460 (u.a.) fasst alle relevanten technischen und organisatorischen Informationen für die Wartung und Pflege der Anlage zusammen. Sie enthält Inspektions- und Wartungspläne (z.B. regelmäßige Checklisten), Anleitungen für die Instandsetzung, Schmier- und Austauschpläne, Ersatzteilkataloge und die Protokolle durchgeführter Instandhaltungsmaßnahmen. Ziel ist es, den funktionsfähigen Zustand der Anlage dauerhaft zu erhalten. Die Unterlagen dokumentieren klar die Intervalle und Ergebnisse aller Prüfungen und Instandsetzungen. Damit bilden sie das Rückgrat der Betreiberverantwortung: Sie dienen als Nachweis bei Audits (z.B. nach Betriebssicherheitsverordnung) und erfüllen behördliche Anforderungen an die Anlagenpflege. Nur mit lückenloser Instandhaltungsdokumentation lässt sich rechtssicher belegen, dass der Betreiber seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist.

Dokumentation von Dämm- und Brandschutzarbeiten (TGA)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungs- und Revisionsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis normgerechter Dämm- und Brandschutzmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

DIN 18421 (VOB/C)

Wesentliche Inhalte

Materialien
Einbauorte
Brandschutzklassen

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praxisbezug FM

Brandschutzrevision, Umbauten

Erläuterung

Für alle ausführungsrelevanten Dämm- und Brandschutzmaßnahmen sind gemäß VOB/C (DIN 18421) die verwendeten Baustoffe und deren Feuerwiderstandsklassen sowie die genauen Einbauorte zu dokumentieren. Dazu gehört etwa eine ausführliche Bestandsdokumentation von Rohrleitungs- und Mauerdurchführungen mit Dämm- oder Abschottmaterial. Diese Unterlagen dienen dem Facility Management bei Brandschutzüberprüfungen und nachträglichen Umbauten als Beleg: Alle Abschottungen und Dämmschichten müssen dauerhaft den Brandschutzanforderungen genügen. Nur so kann sichergestellt werden, dass bei Änderungen im Bestand alle Durchdringungen „fachgerecht geschlossen“ bleiben und im Ernstfall die Funktionserhaltung gegeben ist.

Bauablaufdokumentation / Bautagebuch

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bautagebuch

Zweck & Geltungsbereich

Nachvollziehbarkeit des Bau- und Montageprozesses

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Baufortschritt
Mängel
Abnahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Gewährleistung, Revision

Erläuterung

Im Bautagebuch (Baubuch) dokumentiert der verantwortliche TGA-Fachplaner oder Bauleiter täglich den Ablauf der Bau- und Montagearbeiten. Es enthält Eintragungen zu Witterung, Baufortschritt, eingesetzten Arbeitskräften, Materialanlieferungen, getroffenen Absprachen, Abnahmen und aufgetretenen Mängeln. So entsteht ein lückenloses Protokoll des gesamten Errichtungsprozesses. Für das FM ist das Bautagebuch wichtig, um bei späteren Gewährleistungsfragen oder Abnahmen nachvollziehen zu können, wann und wie bestimmte Leistungen erbracht bzw. Mängel behoben wurden. Es bildet damit eine zentrale Nachweisgrundlage für Ansprüche an den Bauausführer.

Vergabedokumentation

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabe- und Wertungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Rechtssichere Durchführung von Vergabeverfahren

Rechts- & Normbezug

VOB/A 2019, VgV, UVgO, HOAI

Wesentliche Inhalte

Vergabevermerk
Angebotswertung
Zuschlagsentscheidung

Verantwortlich

Öffentlicher Auftraggeber / Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Nachtragsmanagement

Erläuterung

Die Vergabedokumentation fasst alle Unterlagen des Beschaffungsverfahrens zusammen. Bei öffentlichen Vorhaben gemäß VOB/A 2019, VgV bzw. UVgO und HOAI muss z.B. ein Vergabevermerk, Bewertungsmatrizen für eingegangene Angebote und die schriftliche Zuschlagsbegründung vorhanden sein. Diese Dokumente sichern die Rechtmäßigkeit des Vergabeverfahrens und die Nachprüfbarkeit der Entscheidungen. Für das FM ist die Vergabedokumentation vor allem bei öffentlichen Projekten von Bedeutung, da sie die Grundlage für das Vertrags- und Nachtragsmanagement bildet. Sie ermöglicht es, spätere Leistungsänderungen oder Ansprüche darauf zu beziehen, was vertraglich vereinbart und beauftragt worden ist.

Schadensdokumentation – Grundstücksentwässerung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Dokumentation festgestellter Schäden

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis und Bewertung von Schäden an Entwässerungsleitungen

Rechts- & Normbezug

DIN 1986-30

Wesentliche Inhalte

Schadensart
Lage
Ursache
Bewertung
Maßnahmen

Verantwortlich

Betreiber / Instandhaltung

Praxisbezug FM

Sanierungsplanung, Versicherungs- und Behördennachweis

Erläuterung

Die Schadensdokumentation erfasst systematisch alle festgestellten Mängel (z. B. Risse, Versätze oder Undichtigkeiten) der Grundstücksentwässerung und bewertet sie nach Ursache, Ausmaß und Gefährdung. Nach DIN 1986-30 ist die regelmäßige Aufnahme und Beurteilung dieser Schäden vorgeschrieben. Sie bildet die Grundlage für Instandsetzungs- und Sanierungsentscheidungen, indem Art und Umfang der Schäden festgehalten und konkrete Sanierungsmaßnahmen empfohlen werden. Für das FM dient diese Dokumentation der Priorisierung von Reparaturmaßnahmen und liefert sachkundige Nachweise gegenüber Versicherungen und Aufsichtsbehörden über den Zustand der Leitungen und geplante Instandhaltungen.

Produktbegleitende Dokumentation – Abwasserhebeanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Herstellerdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der normkonformen Ausführung und Nutzung

Rechts- & Normbezug

DIN EN 12050-1, DIN EN 12050-2

Wesentliche Inhalte

Typendaten
Einbauvorgaben
Betriebsgrenzen
Wartung

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Betrieb, Wartung, Gewährleistung

Erläuterung

Unter die produktbegleitende Dokumentation fallen alle vom Hersteller bereitgestellten technischen Unterlagen der Abwasserhebeanlage – zum Beispiel Typenschild, Montageanleitung sowie Betriebs- und Wartungshandbücher. Diese Herstellerinformationen sind nach DIN EN 12050-1/2 verbindlich und belegen, dass die Hebeanlage den einschlägigen Normen entspricht. Sie enthalten wesentliche Angaben zu Einbauvorschriften, Leistungsdaten und zulässigen Betriebsparametern (z. B. Maximallast, Füllhöhen, Sicherheitsfunktionen). Im FM werden diese Unterlagen vollständig im Anlagenkataster archiviert. Sie bilden die Grundlage für einen sicheren Betrieb und die Wartungsplanung: Wichtige Wartungsintervalle und Ersatzteilanforderungen können direkt daraus abgeleitet werden, und sie sind entscheidend für die Abwicklung von Gewährleistungsansprüchen.

Eignungsnachweis des Auftragnehmers

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Nachweis der fachlichen und wirtschaftlichen Eignung

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung qualifizierter Ausführung

Rechts- & Normbezug

VOB/A 2019

Wesentliche Inhalte

Referenzen
Fachkunde
personelle Ausstattung

Verantwortlich

Bieter / Auftragnehmer

Praxisbezug FM

Qualitätssicherung, Haftungsprävention

Erläuterung

Bei Bauvergaben nach VOB/A (§6a) muss jeder Bieter seine fachliche Eignung, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit nachweisen. Typische Eignungsnachweise enthalten Listen vergleichbarer Referenzprojekte der letzten Jahre sowie Angaben zur Qualifikation des technischen Personals und zur finanziellen Ausstattung des Unternehmens. Im FM ist dieser Nachweis wichtig, um sicherzustellen, dass nur qualifizierte Fachfirmen beauftragt werden. Er dient der Qualitätssicherung und Haftungsprävention, da damit die Leistungsfähigkeit des ausführenden Unternehmens (auch über die Gewährleistungsfrist hinaus) bewertet werden kann.

Mengenermittlung – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mengenermittlung

Zweck & Geltungsbereich

Quantitative Grundlage für Kosten- und Vergaberechnung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Rohrlängen
Schächte
Pumpen
Armaturen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Kostenkontrolle, Nachtragsprüfung

Erläuterung

Die Mengenermittlung erfasst sämtliche für die Entwässerungsanlage benötigten Mengen – z. B. Gesamtlängen der Rohre, Stückzahlen und Dimensionen der Schächte, Anzahl und Leistung der Pumpen sowie verwendete Armaturen. Sie wird im Rahmen der HOAI-Planungsphasen erstellt und bildet die Basis für das Leistungsverzeichnis und eine realistische Kostenschätzung. Durch diese genaue Erfassung kann sichergestellt werden, dass keine Leistungsposition bei der Ausschreibung übersehen wird. Für das FM ist die dokumentierte Mengenermittlung ein zentrales Kontrollinstrument: Bereits während der Bauausführung können Soll- und Ist-Mengen verglichen und Kostenabweichungen frühzeitig erkannt werden. Später dient sie als Referenz bei Nachträgen und Umbauten, da sich die Auswirkungen auf Kosten und Umfang von Änderungen anhand der Originalmengen transparent bewerten lassen.

Fachunternehmererklärung – Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Fachunternehmererklärung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der normgerechten Ausführung

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Leistungsumfang
Normbezug
Abweichungen

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug FM

Abnahme, Gewährleistung

Erläuterung

Die Fachunternehmererklärung ist eine schriftliche Erklärung des ausführenden Fachbetriebs, dass die erbrachten Installationsleistungen für Gas, Wasser oder Abwasser normgerecht ausgeführt wurden (insbesondere gemäß den Vorgaben der DIN 18381). Sie wird vom Auftragnehmer nach Fertigstellung der Arbeiten erstellt und zusammen mit den übrigen Abnahmeunterlagen an den Betreiber übergeben. Mit seiner Unterschrift bestätigt der Errichter seine technische Verantwortung für die fachgerechte Ausführung. Für das FM ist die Fachunternehmererklärung bei der Abnahme und im Gewährleistungsfall wichtig, da sie als Nachweis dient, dass die Arbeiten vertragsgerecht und vorschriftsgemäß erfolgt sind.

Fundament- und Aufstellpläne

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Fundament- und Aufstellpläne

Zweck & Geltungsbereich

Standsichere und normgerechte Aufstellung

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Abmessungen
Lastannahmen
Einbaulagen

Verantwortlich

Auftragnehmer / Fachplaner

Praxisbezug FM

Umbauten, Standsicherheitsprüfung

Erläuterung

Fundament- und Aufstellpläne sind statische Bauzeichnungen, die definieren, wie schwere Anlagenkomponenten (z. B. Hebeanlagen, Pumpensumpfe) auf dem Baugrund fundiert werden. Sie enthalten alle Abmessungen des Betonfundaments, die Lastannahmen (etwa Eigengewicht, dynamische Belastungen) und Vorgaben zur Betongüte und Erdung. So empfiehlt die FM-Praxis beispielsweise generell Plattenfundamente aus Beton (z. B. C20/25) entsprechend der relevanten Lastfälle auszulegen. Für das Facility Management sind diese Pläne bei späteren Umbauten oder Erweiterungen unverzichtbar: Sie dokumentieren die ursprüngliche Tragwerksauslegung und ermöglichen eine statische Überprüfung, ob der Bestand an geänderte Belastungen angepasst werden kann.

Funktions- und Strangschema – LPH 8 (Bestand)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktions- und Strangschema (as-built)

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der realisierten hydraulischen Funktion

Rechts- & Normbezug

VDI 6026-1, DIN 18381

Wesentliche Inhalte

Förderwege
Pumpensteuerung
Notüberläufe

Verantwortlich

Auftragnehmer

Praxisbezug FM

Betrieb, Störungsanalyse

Erläuterung

Das Funktions- und Strangschema (Bestandsplan) veranschaulicht den tatsächlichen Aufbau und die hydraulischen Zusammenhänge der Abwasseranlage. Es enthält schematische Darstellungen aller real installierten Rohrstränge, Pumpen, Ventile und Notüberlauf-Wege, jeweils mit eindeutiger Kennzeichnung. Durch Beschriftung mit den realen Anlagenkennzeichen erhält der Betreiber einen schnellen Gesamtüberblick über das Netz. Die FM-Praxis nutzt dieses Dokument intensiv für den Betrieb und die Instandhaltung: Es erleichtert die Wartungsplanung und Fehleranalyse erheblich, da Techniker auf einen Blick erkennen können, welcher Strang oder welches Bauteil von einer Störung betroffen ist.

Funktions- und Strangschema – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Konzeptionelles Schema

Zweck & Geltungsbereich

Konzeptionelle Darstellung der Anlage

Rechts- & Normbezug

HOAI, VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Systemkonzept
Lastannahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Frühe Betriebseinschätzung

Erläuterung

Im Entwurfsstadium (Leistungsphase 3) wird ein konzeptionelles Funktionsschema erstellt, das den geplanten Systemaufbau skizziert. Es stellt systematisch das angestrebte Leitungsnetz und die wesentlichen Funktionen sowie grobe Lastannahmen dar. Nach HOAI und VDI 6026-1 gehört dieses Schema zur Entwurfsplanung und zeigt die geplante Grundstruktur (z. B. Hauptleitungstrassen, Pumpenstandorte, erforderliche Förderleistungen). Für den FM ermöglicht dieses Dokument eine erste Bewertung der Betriebsfähigkeit der Anlage und der benötigten Wartungsressourcen. Man kann bereits im Vorfeld einschätzen, welche Pumpengrößen notwendig sind und welche Systemkomplexität sich abzeichnen wird.

Funktions- und Strangschema – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungsschema

Zweck & Geltungsbereich

Umsetzungsreife Darstellung

Rechts- & Normbezug

HOAI, VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Detailfunktionen
Steuerungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Referenz für Betrieb und Wartung

Erläuterung

Die schematische Darstellung in der Ausführungsplanung (LPH 5) bildet alle detaillierten Funktionen und Steuerungslogiken ab, wie sie real umgesetzt werden sollen. Das Ausführungsschema ist damit die konkrete Grundlage für die Installation. Nach der FM-Praxis ist ein solches Schema im späteren Betrieb entscheidend: Techniker können anhand des detaillierten Strangschemas sofort erkennen, welche Leitung oder welches Gerät von einer Störung betroffen ist, und es dient als Arbeitsgrundlage für alle Schalthandlungen, Wartungsarbeiten und Störungsbeseitigungen. Es wird daher meist im digitalen Anlagenkataster geführt und bei Bedarf zu Betriebs- oder Wartungshinweisen herangezogen.

Funktions- und Strangschema – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabebezogenes Funktionsschema

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der beauftragten Lösung

Rechts- & Normbezug

DIN 18379, DIN 18381, HOAI

Wesentliche Inhalte

Beauftragte Komponenten
Systemgrenzen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Gewährleistungsmanagement

Erläuterung

Das vergabebezogene Funktionsschema dokumentiert den mit der Beauftragung festgelegten Soll-Zustand der Anlage. Es zeigt alle Komponenten und Systemgrenzen auf, die laut Vergabeverfahren umgesetzt werden sollen. Damit definiert es den vertraglich vereinbarten Umfang der Abwasseranlage. Für das FM ist dieses Schema bei Nachtragsprüfungen und der Mängelverfolgung zentral: Es legt eindeutig fest, welche Leistungen im Vertrag enthalten sind und dient als Basis, um spätere Änderungen oder Mängelansprüche zu beurteilen. Das FM kann so erkennen, ob eine verlangte Leistung zusätzlich berechnet werden muss oder ob sie bereits in der vergebenen Leistungshöhe enthalten ist.

Funktionsschema (Prinzipschaltbild) – LPH 2 Vorplanung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Funktionsschema / Prinzipschaltbild

Zweck & Geltungsbereich

Grundlegendes Verständnis des Prozess- und Anlagenkonzepts

Rechts- & Normbezug

HOAI, VDI 6026-1

Wesentliche Inhalte

Prozessstufen
Energie- und Stoffströme
Mess- und Steuerpunkte

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Frühe Bewertung von Betriebsrisiken und Wartungsaufwand

Erläuterung

Das Funktionsschema stellt die wesentlichen Prozessschritte und Systemkomponenten der Abwasserbehandlungsanlage schematisch dar. Es zeigt insbesondere, wie Abwasser und Energie durch die verschiedenen Stufen der Behandlung (z. B. mechanische Rechenreinigung, biologischer Abbau, Schlammbehandlung) geleitet werden, und definiert die Systemgrenzen zu angrenzenden Bereichen. Dadurch werden alle wichtigen Schnittstellen (etwa zur Lüftung, Stromversorgung oder übergeordneter Steuerung) bereits in der Vorplanung transparent. Nach HOAI Leistungsphase 2 ist dieses Grobkonzept verpflichtend, um das Anlagenkonzept zu veranschaulichen. Für das Facility Management ermöglicht das Funktionsschema eine frühe Einschätzung der Betriebsstabilität und möglicher Engpässe oder Ausfallpunkte. Bei der Planung können notwendige Redundanzen (zum Beispiel zusätzliche Pumpen oder Notstromversorgungen) und Sicherheitsmaßnahmen identifiziert werden. Gleichzeitig dient das Schema als Kommunikationsgrundlage mit Behörden und anderen Gewerken und bildet damit einen praxisorientierten Ausgangspunkt für Kostenschätzung, Risikobewertung und das spätere Störungsmanagement im Betrieb der Anlage.

Gebrauchsanweisung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gebrauchsanweisung

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der bestimmungsgemäßen Nutzung von Komponenten

Rechts- & Normbezug

ProdSG

Wesentliche Inhalte

bestimmungsgemäßer Gebrauch
Warnhinweise
Montage/Bedienung

Verantwortlich

Hersteller / Inverkehrbringer

Praxisbezug FM

Unterweisungen, Haftungsprävention

Erläuterung

Die Hersteller bieten zu jeder Komponente und Anlage eine detaillierte Gebrauchsanweisung an, wie es das deutsche Produktsicherheitsgesetz (ProdSG) verlangt. Diese Anweisung beschreibt den bestimmungsgemäßen Gebrauch, den korrekten Einbau, die Inbetriebnahme und Wartung sowie alle erforderlichen Sicherheits- und Warnhinweise. Sie enthält zum Beispiel Angaben zu zulässigen Betriebsparametern, erforderlichen Prüfintervallen oder Schutzmaßnahmen für den Anwender. Für den Betreiber und das FM sind diese Herstellerinformationen verbindliche Vorgaben: Sie dienen als Grundlage für die Erstellung von Betriebsanweisungen nach Arbeitsschutzgesetz sowie für Gefährdungsbeurteilungen (§ 5 BetrSichV, § 6 ArbSchG). Durch die Anwendung der Anleitung lassen sich Unfälle und Sachschäden vermeiden, und sie trägt zur Haftungsprävention bei. Im Schadensfall kann der Betreiber nachweisen, dass er die vorgeschriebenen Hinweise beachtet hat.

Wasserrechtliche Genehmigung (Errichtung, Betrieb, wesentliche Änderung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Genehmigungsbescheid

Zweck & Geltungsbereich

Öffentlich-rechtliche Zulässigkeit der Anlage

Rechts- & Normbezug

WHG

Wesentliche Inhalte

Auflagen
Grenzwerte
Überwachungsanforderungen

Verantwortlich

Behörde / Betreiber

Praxisbezug FM

Betriebskonformität, Behördennachweise

Erläuterung

Für nahezu alle größeren Abwasserbehandlungsanlagen ist nach dem deutschen Wasserhaushaltsgesetz (WHG) eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich. Der Genehmigungsbescheid der zuständigen Behörde legt verbindlich die Betriebsvoraussetzungen fest: Dazu gehören etwa Grenzwerte für Schadstoffgehalte im Abwasser, Nachweis- und Meldetermine sowie Verhaltensauflagen beim Austritt schädlicher Stoffe. Der Bescheid wird bei Errichtung, Betrieb oder wesentlichen Änderungen der Anlage ausgestellt und ist im Anlagenarchiv dauerhaft aufzubewahren. Er dokumentiert die behördliche Zulassung und ist bei Audits oder Kontrollen vorzulegen. Im FM stellt die Genehmigung sicher, dass der Betrieb des Systems den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Änderungen an der Anlage (zum Beispiel Kapazitätserweiterungen oder technische Umbauten) sind in der Regel behördlich anzeigepflichtig, damit der Genehmigungsbescheid entsprechend aktualisiert wird.

Schnittstellen- / Trade-Relationship-Matrix

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schnittstellenmatrix

Zweck & Geltungsbereich

Klare Abgrenzung technischer und organisatorischer Verantwortlichkeiten

Rechts- & Normbezug

VDI 6039

Wesentliche Inhalte

Gewerkegrenzen
Zuständigkeiten
Informationsflüsse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Koordination, Haftungsvermeidung

Erläuterung

Die Schnittstellenmatrix definiert übersichtlich, welches Gewerk bzw. welche Funktion (z. B. Elektro, Sanitär, MSR, Bauherrschaft, externes Labor) für jeden Anlagenteil oder Prozessschritt verantwortlich ist. Typischerweise wird in einer Tabelle aufgelistet, an welchen Punkten unterschiedliche Systeme aneinandergreifen (wie z. B. Übergaben von Rohren, Datenleitungen oder elektrischer Energie) und wer dafür zuständig ist. So werden die Zuständigkeiten zwischen Planern, Lieferanten, ausführenden Firmen und dem Betreiber eindeutig geklärt. Laut VDI 6039 dient diese Matrix der Visualisierung der fachlichen Abhängigkeiten. Sie sollte bereits in der Planungsphase erstellt und im Projektverlauf fortgeschrieben werden. Für das Facility Management ist sie ein wichtiges Werkzeug, um Zuständigkeitslücken und Schnittstellenkonflikte zu vermeiden: Sie erleichtert die Koordination bei Inbetriebnahme, Störungsbeseitigung und späteren Änderungen, da jedem Arbeitsschritt die verantwortliche Stelle zugeordnet ist.

Herstellerinformationen – Leichtflüssigkeitsabscheider

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Herstellerinformationen

Zweck & Geltungsbereich

Betrieb und Wartung von Abscheidersystemen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 858-1

Wesentliche Inhalte

Auslegung
Wartungsintervalle
Entsorgung

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Umwelt- und Betriebssicherheit

Erläuterung

Leichtflüssigkeitsabscheider (z. B. für Mineralölabscheider nach DIN EN 858-1) werden vom Hersteller mit ausführlichen technischen Datenblättern und Bedienungsanleitungen geliefert. Diese Herstellerinformationen beinhalten die Dimensionierung (Durchflusskapazität, Abscheideleistung), Hinweise zur fachgerechten Installation und zum Betrieb sowie konkrete Wartungsanleitungen. So ist beispielweise dokumentiert, wie oft der Abscheider auf Ölbestandteile überprüft und gesäubert werden muss, und wie die Fett- und Ölproben richtig zu entnehmen sind. Ebenso enthalten sie Vorgaben zur umweltgerechten Entsorgung der abgeschiedenen Öle und Fette. Für das FM sind diese Angaben entscheidend, um den Abscheider vorschriftsmäßig zu betreiben: Nur wenn die Wartungsintervalle und Entsorgungswege eingehalten werden, bleibt das Einleiterrecht in die Kanalisation gesichert und teure Umweltschäden werden vermieden. Außerdem liefern die Herstellerdaten wichtige Informationen zu Ersatzteilen und Ausstattungsoptionen, die für die langfristige Betriebssicherheit des Systems relevant sind.

Herstelleranleitungen – Abwasserhebeanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Herstelleranleitungen

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Betrieb von Hebeanlagen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 12050-1, DIN EN 12050-2

Wesentliche Inhalte

Betrieb
Wartung
Notfallmaßnahmen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Ausfallsicherheit, Notfallkonzepte

Erläuterung

Abwasserhebeanlagen (z. B. nach DIN EN 12050) verfügen über spezifische Einbau- und Betriebsanleitungen der Hersteller. Diese Herstelleranleitungen beschreiben Installation, Inbetriebnahme und sichere Nutzung der Hebeanlage. Sie erläutern Betriebsabläufe (etwa Betrieb der Pumpen, Steuerung der Schwimmerschalter) ebenso wie regelmäßige Wartungs- und Reinigungsarbeiten (z. B. Überprüfung der Rückschlagventile, Förderleistungstest). Wichtige Bestandteile sind auch Notfallmaßnahmen: So kann der Betreiber nachlesen, wie im Falle eines Stromausfalls oder einer Störung manuell entgegengewirkt wird (z. B. Notpumpen anschließen). Für das FM sind diese Anleitungen bindend: Sie liefern die Vorgaben für alle Betriebs- und Instandhaltungsprozesse. Durch die konsequente Umsetzung der Herstellerempfehlungen wird die Ausfallsicherheit der Anlage erhöht. Beispielsweise müssen vorgeschriebene Wischintervalle oder Pumpenprüfungen eingehalten werden, damit es nicht zu Rückstau oder Kontamination kommt. Oft werden die Anweisungen in Checklisten oder Wartungsplänen übernommen, um eine lückenlose Dokumentation sicherzustellen.

Instandhaltungsbericht

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungs-/Wartungsbericht

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis durchgeführter Maßnahmen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Tätigkeiten
Befunde
Empfehlungen

Verantwortlich

Instandhalter

Praxisbezug FM

Zustandsbewertung, Auditnachweis

Erläuterung

Nach jeder Wartung oder Instandsetzung wird ein Instandhaltungsbericht erstellt. Dieser enthält eine genaue Auflistung der durchgeführten Arbeiten (z. B. Austausch von Pumpen, Reinigung von Rechen oder Filtersystemen), die beobachteten Zustandsbefunde (Verschleiß, Undichtigkeiten, Betriebsergebnisse) sowie etwaige Empfehlungen für weitergehende Maßnahmen. Nach DIN EN 13306 dient ein solcher Bericht als formaler Nachweis der Pflegehistorie. Für das Facility Management ist er ein zentrales Dokument, um den Zustand der Anlage über die Zeit nachzuvollziehen. Die gesammelten Informationen ermöglichen eine objektive Bewertung, ob eine Reparatur genügt oder ein Austausch wirtschaftlicher ist. Gleichzeitig belegen die Berichte bei internen Audits oder behördlichen Prüfungen, dass alle Wartungen termingerecht und fachgerecht durchgeführt wurden.

Instandhaltungsplan

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsplan

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Planung aller Maßnahmen

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306, DIN EN 15331

Wesentliche Inhalte

Maßnahmen
Intervalle
Ressourcen

Verantwortlich

Instandhalter / FM

Praxisbezug FM

Planungssicherheit, Budgetsteuerung

Erläuterung

Der Instandhaltungsplan bündelt alle notwendigen Wartungs- und Instandsetzungsmaßnahmen der Anlage in einer übersichtlichen Planung. Er enthält Angaben zu Art und Umfang jeder Maßnahme (etwa Inspektion, Schmierung, Austausch von Verschleißteilen), den empfohlenen Intervallen (z. B. monatlich, jährlich) sowie den benötigten Ressourcen (Personalstunden, Materialaufwand, externe Dienstleister). Normen wie DIN EN 13306 und DIN EN 15331 geben vor, dass solche Pläne zur systematischen Wartung zu erstellen sind. Für das Facility Management stellt der Plan ein zentrales Steuerungsinstrument dar: Er sichert die Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit der Anlage und verhindert, dass notwendige Maßnahmen vergessen werden. Darüber hinaus ermöglicht der Instandhaltungsplan eine langfristige Budgetplanung, da alle voraussichtlichen Kosten und Termine bekannt sind. Bei Investitionsentscheidungen hilft er zudem, den optimalen Zeitpunkt für Ersatz oder Modernisierung zu ermitteln, indem er Wartungskosten und Zustandsdaten über die Jahre vergleicht.

Instandhaltungszeitplan

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Zeitplan

Zweck & Geltungsbereich

Terminliche Steuerung

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Termine
Zuständigkeiten
Fristen

Verantwortlich

Instandhalter / FM

Praxisbezug FM

Ressourcen- und Fremdfirmenkoordination

Erläuterung

Der Instandhaltungs- oder Wartungszeitplan setzt den Instandhaltungsplan in die Praxis um: Er weist alle konkreten Termine und Fristen aus, zu denen Wartungsarbeiten erfolgen müssen, und ordnet jedem Eintrag einen Verantwortlichen zu. Häufig wird er als Jahreskalender oder als digitaler Plan mit Erinnerungsfunktionen geführt. Durch diese Terminierung ist sichergestellt, dass keine geplante Maßnahme versäumt wird. Besonders in Anlagen mit vielen Beteiligten (eigenes Wartungsteam, externe Servicefirmen) ist ein solcher Zeitplan unerlässlich. Er erleichtert die Koordination der Ressourcen: Beispielsweise können Schieber für Reinigungsarbeiten gleichzeitig mit Kontrollmessungen terminiert werden. Moderne FM-Software kann den Zeitplan zudem als Grundlage für automatisch generierte Arbeitsaufträge nutzen, was die Einhaltung der Fristen weiter unterstützt.

Anlageninventar / Inventarliste

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Inventarliste

Zweck & Geltungsbereich

Vollständige Erfassung aller Anlagenkomponenten

Rechts- & Normbezug

DIN EN 13306

Wesentliche Inhalte

Anlagen-ID
Standort
Baujahr
Zustand

Verantwortlich

Betreiber / FM

Praxisbezug FM

Asset-, Kosten- und Risikomanagement

Erläuterung

Die Anlageninventarliste erfasst alle relevanten Einzelkomponenten der Abwasserbehandlungsanlage in einem Verzeichnis. Typische Informationen sind eine eindeutige Anlagen- oder Positionsnummer, Standort bzw. Einbauort, Baujahr, Hersteller und technischer Zustand. Damit bildet sie die Basis für jedes moderne Asset Management. Für das FM verschafft die Inventarliste einen vollständigen Überblick über vorhandene Ressourcen, deren Lebenszyklen und etwaigen Ersatzbedarf. So können Ausfallrisiken eingeschätzt und Investitionsentscheidungen planbar gemacht werden. Bei Erweiterungen oder Ersatzinvestitionen wird die Liste aktualisiert, sodass sie stets den Ist-Zustand widerspiegelt. Im Schadens- oder Garantiefall lässt sich über die Inventarliste schnell das betreffende Bauteil identifizieren und die richtige Dokumentation (z. B. Herstellerunterlagen) abrufen.

Jahresbericht zur Abwassereinleitung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Jahresbericht Abwassereinleitung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der ordnungsgemäßen Abwassereinleitung in Gewässer

Rechts- & Normbezug

Abwasserverordnung (AbwV)

Wesentliche Inhalte

Abwassermengen
Analysewerte
Grenzwerteinhaltung
Störfälle

Verantwortlich

Betreiber der Abwasserbehandlungsanlage

Praxisbezug FM

Behördennachweis, Umwelt-Compliance

Erläuterung

Der Jahresbericht zur Abwassereinleitung ist ein zentrales Nachweisdokument für die Wasserbehörde. Er fasst die Ergebnisse der betrieblichen Selbstüberwachung der Abwasseranlage über das Kalenderjahr zusammen. Typischerweise werden hier Monatsbilanzen der abgeleiteten Abwassermengen und der wesentlichen Schadstoffbelastungen (z.B. CSB, BSB, Nährstoffgehalte) tabellarisch aufgeführt. Zudem wird dokumentiert, ob und wo Grenzwerte nach der Abwasserverordnung eingehalten wurden. Alle aufgetretenen Betriebsstörungen oder übermäßig hohen Belastungen sind zu erläutern. Der Bericht enthält auch Angaben zu Schlammaufkommen, Betriebs- und Hilfsstoffverbräuchen sowie durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen. Damit dient der Jahresbericht sowohl der Nachweisführung gegenüber den Behörden als auch der internen Umwelt-Compliance. Er ermöglicht es dem FM, die Anlagenleistung jährlich zu beurteilen und gegebenenfalls Optimierungsmaßnahmen abzuleiten.

Aufgabenklärung – Technische Ausrüstung (Ergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Aufgabenklärungsdokument

Zweck & Geltungsbereich

Definition von Anforderungen, Zielen und Randbedingungen

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Abwassercharakteristik
Leistungsanforderungen
Betriebskonzepte

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vermeidung von Fehlplanungen

Erläuterung

Die Aufgabenklärung, oft Bestandteil der frühen Leistungsphasen nach HOAI, stellt sicher, dass alle relevanten betrieblichen, gesetzlichen und wirtschaftlichen Anforderungen rechtzeitig definiert werden. In diesem Dokument werden etwa die Zusammensetzung und Menge des einzuleitenden Abwassers (Abwassercharakteristik), erforderliche Anlagenkapazitäten sowie gewünschte Reinigungsgrade festgehalten. Auch betriebsspezifische Randbedingungen wie Schichtbetrieb, Energieeffizienz oder Instandhaltungszyklen werden geklärt. Die Aufgabenklärung bildet die Grundlage für die weitere Planung und dient dem Facility Management als Referenz, um später die Konformität der technischen Lösung mit den ursprünglichen Anforderungen zu prüfen. Eine gründliche Aufgabenstellung verhindert teure Nachplanungen und trägt zur Rechtssicherheit im Betrieb bei.

Kostenberechnung – Technische Ausrüstung (Ergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Ermittlung der Investitionskosten

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Kostengruppen
Berechnungsannahmen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Budgetfreigabe, Investitionsentscheidung

Erläuterung

Die Kostenberechnung wird nach Abschluss der Entwurfsplanung (i.d.R. HOAI Leistungsphase 3) erstellt und stellt die wirtschaftliche Entscheidungsgrundlage für Neubau, Erweiterung oder Sanierung der Abwasseranlage dar. Sie umfasst eine Aufgliederung der voraussichtlichen Gesamtkosten nach Kostengruppen (nach DIN 276), üblicherweise mindestens bis zur zweiten Ebene (z. B. 300 Anlagen, 400 Tragswerk, 700 Ausstattung). Als Grundlagen dienen durchkalkulierte Mengengerüste und detaillierte Stücklisten. Die Kostenberechnung muss realistische Annahmen zu Material- und Lohnkosten sowie möglichen Baupreisrisiken enthalten. Für das FM ist dieses Dokument wichtig zur Freigabe von Budgets und zur Einschätzung der langfristigen Kostenbelastung. Sie legt auch fest, welche Leistungen im Projektumfang enthalten sind, und dient somit als Grundlage für Vertragsverhandlungen und späteres Kostencontrolling.

Kostenfeststellung – Technische Ausrüstung (Ergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenfeststellung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der tatsächlich angefallenen Kosten

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Endkosten
Abweichungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Kostencontrolling, Benchmarking

Erläuterung

Nach Abschluss des Bauprojekts wird die Kostenfeststellung erstellt, um die tatsächlich angefallenen Kosten der Abwasseranlage zu dokumentieren. Sie erfolgt gemäß HOAI in der letzten Leistungsphase und dient der transparenten Nachkalkulation. Die Kostenfeststellung listet die finalen Endkosten auf, gegliedert nach Kostengruppen (z.B. entsprechend DIN 276), und weist Abweichungen gegen die vorherige Kostenberechnung aus. Gründe für Mehr- oder Minderkosten (z.B. Mengenänderungen, Planungsänderungen, Preissteigerungen) werden erläutert. Für das Facility Management bietet sie die Grundlage, um die Wirtschaftlichkeit des Projekts zu bewerten. Die dokumentierten Ist-Kosten sind zudem wertvolle Benchmark-Daten für künftige Investitionen und für das betriebliche Rechnungswesen.

Kostenschätzung – Technische Ausrüstung (Ergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Kostenschätzung

Zweck & Geltungsbereich

Grobe Kostenorientierung in frühen Planungsphasen

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Vergleichswerte
Kostenspannen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Strategische Investitionsplanung

Erläuterung

Die Kostenschätzung wird zu Beginn des Projekts – meist nach der Vorplanung (HOAI Leistungsphase 2) – als vorläufige Kalkulation erstellt. Sie bietet dem FM eine erste Größenordnung der zu erwartenden Investitionen und wird häufig auf Basis von Erfahrungswerten oder Vergleichsprojekten ermittelt. Dabei werden Bau- und Technologiekosten für die Abwasseranlage und ihr Umfeld abgeschätzt. Die Kostenschätzung enthält oft Kostenbänder oder Richtwertangaben, da Detailpläne noch fehlen. Sie bildet die Grundlage für Grundsatzentscheidungen (z. B. Variantenvergleich, Wirtschaftlichkeitsrechnung) und die Finanzierungsvorbereitung. Die Genauigkeit ist geringer als bei der Kostenberechnung, dennoch muss die Kostenschätzung sorgfältig begründet sein, um Fehlplanungen zu vermeiden.

Leistungs- und Funktionsprüfungen (Ergebnis)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüf- und Funktionsnachweise

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der planungs- und vertragskonformen Funktion

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Messwerte
Funktionsprüfungen
Demonstrationsbetrieb

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Abnahme, Optimierung

Erläuterung

Funktionsprüfungen und Leistungstests werden im Rahmen der Inbetriebnahme nach Fertigstellung der Anlage durchgeführt. Sie dienen dem Nachweis, dass die Anlage vertrags- und planungsgemäß arbeitet. Zu den Prüfungen gehören zum Beispiel Durchflussmessungen, Druck- und Förderleistungstests bei Pumpen sowie Überprüfung von Fühlern und Steuerungssystemen. Es werden Prüfprotokolle erstellt, die Soll- und Ist-Werte dokumentieren. Ein Demonstrationsbetrieb mit ausgewählten Lastprofilen kann integriert werden. Für das FM sind die Prüfberichte wichtig, da sie als technischer Referenzwert dienen. Auf Grundlage dieser Ergebnisse können Feineinstellungen erfolgen und eventuelle Mängel vor Abnahme behoben werden. Die Abnahme der Anlage erfolgt in der Regel unter Beteiligung des Betreibers und technischer Fachleute auf Basis dieser Nachweise.

Meldung nicht behebbarer Mängel bei Wartung (Hebeanlagen / Tauchpumpen)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Mängel- und Störungsmeldung

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation sicherheits- oder funktionsrelevanter Restmängel

Rechts- & Normbezug

DIN EN 12056-4

Wesentliche Inhalte

Mängelbeschreibung
Risikobewertung
Handlungsempfehlungen

Verantwortlich

Wartungsfachkraft

Praxisbezug FM

Risikomanagement, Instandsetzungsplanung

Erläuterung

Bei regelmäßiger Inspektion und Wartung von Hebeanlagen und Tauchpumpen können Mängel festgestellt werden, die nicht sofort behoben werden können (z.B. defekte Dichtungen, Schäden an Laufrädern). Laut DIN EN 12056-4 müssen solche festgestellten, aber nicht behebbaren Mängel dokumentiert und dem Anlagenbetreiber schriftlich gemeldet werden. Die Meldung enthält eine detaillierte Beschreibung des Mangels, eine Einschätzung des Risikos für den weiteren Betrieb und Empfehlungen für Folgemaßnahmen. Für das Facility Management ist dieses Dokument essentiell, um Betriebsrisiken zu bewerten. Es dient dazu, sofortige Gegenmaßnahmen zu planen – etwa die schnelle Beschaffung von Ersatzteilen oder die temporäre Nutzung von Redundanzsystemen – und kann Grundlage sein, um bei gravierenden Mängeln den Betrieb einzuschränken oder Stilllegungsanträge zu prüfen.

Installationspläne – Abwasser-, Wasser- und Gassysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Installations- und Bestandspläne

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung der Leitungsführung und Anschlusspunkte

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Rohrtrassen
Armaturen
Gefälle
Anschlüsse

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Betrieb, Wartung, Umbauten

Erläuterung

Installations- und Bestandspläne dokumentieren die exakten Verläufe von Abwasser-, Trinkwasser- und Gasanlagen im Gebäude und auf dem Grundstück. Sie zeigen Rohrtrassen, Einbindungsstellen, Schieberstellungen, Steigleitungen und Gefällelinien. Nach der Fertigstellung erstellt der Errichter as-built-Pläne entsprechend den Vorgaben der DIN 18381, Teil der VOB/C. Diese Pläne gehören zu den zentralen Betriebsunterlagen. Für das Facility Management sind sie unverzichtbar, um Instandhaltungsarbeiten, Umbauten oder Sanierungen fachgerecht zu planen. Nur mit aktuellen Installationsplänen können Monteure Rohrbrüche oder Verstopfungen gezielt beheben und künftige Anlageerweiterungen präzise vorbereiten. Darüber hinaus dient die Dokumentation als Nachweis für die korrekte Ausführung der Installation.

Bauphysikalische und statische Nachweise (Dämm- und Brandschutz)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bauphysikalische und statische Nachweise

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis normgerechter Dämm- und Brandschutzmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

DIN 18421 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Materialkennwerte
Einbausituationen

Verantwortlich

Ausführendes Unternehmen

Praxisbezug FM

Brandschutzrevision, Umbauprüfung

Erläuterung

Bei Abwasseranlagen müssen Dämmung (z.B. gegen Einfrieren oder Schallübertragung) und Brandschutz gemäß den anerkannten Regeln der Technik ausgeführt werden. Die bauphysikalischen und statischen Nachweise belegen, dass alle vorgeschriebenen Dämmstoffe (Wärme-, Kälte- und Brandschutz) sowie Brandabschottungen nach VOB/C ausgeführt sind. Dabei werden u.a. die verwendeten Materialien mit ihren Kennwerten dokumentiert sowie Einbau-Schemata festgehalten. Für das Facility Management sind diese Nachweise wichtig, um die langfristige Wirksamkeit der Wärmedämmung und Brandschutzmaßnahmen zu sichern. Bei der Brandschutzrevision oder bei baulichen Änderungen muss geprüft werden, ob bestehende Abschottungen weiterhin intakt sind. Die Dokumente liefern die Basis, um den gebäudebezogenen Brandschutz auf dem aktuellen Stand zu halten und rechtliche Vorgaben (z. B. Feuerverhütungsvorschriften) zu erfüllen.

Objektbegehungsbericht – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Objektbegehungsbericht

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Erfassung des Ist-Zustands

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Anlagenzustand
Mängel
Empfehlungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Maßnahmenpriorisierung

Erläuterung

Der Objektbegehungsbericht wird von einem Fachplaner erstellt, um den aktuellen Zustand der Abwasseranlage systematisch zu dokumentieren. Im Rahmen einer Begehung werden alle relevanten Anlagenkomponenten (Pumpen, Behälter, Leitungen etc.) inspiziert und erfasst. Mängel und Abnutzungserscheinungen werden ebenso vermerkt wie der allgemeine Anlagenzustand. Der Bericht enthält zudem konkrete Empfehlungen für Instandhaltungs- oder Sanierungsmaßnahmen. Für das Facility Management ist dieser Bericht eine fundierte Entscheidungsgrundlage: Er ermöglicht eine Priorisierung von Maßnahmen im Instandhaltungs- oder Sanierungsplan und zeigt auf, wo kurzfristiger Handlungsbedarf besteht. So kann das FM Budget und Ressourcen gezielt auf kritische Teilbereiche lenken und die langfristige Anlagenverfügbarkeit sichern.

Anschluss- und Medienpläne für gelieferte Maschinen und Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anschluss- und Medienpläne

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung der korrekten hydraulischen, elektrischen und steuerungstechnischen Anbindung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Zulauf-/Ablaufpunkte
Entlüftung
elektrische Anschlüsse
Steuerungsanbindungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Betrieb, Umbauten, Störungsbeseitigung

Erläuterung

Anschluss- und Medienpläne dokumentieren alle relevanten Zuleitungen, Abgänge und Belüftungen sowie die elektrischen und steuerungstechnischen Anschlüsse der Abwasserbehandlungsanlage. Sie ermöglichen dem Facility Manager, bei Wartung, Reparatur oder Umbaumaßnahmen die betreffenden Anschlusspunkte schnell zu identifizieren und sicher abzuschalten. Auf dieser Grundlage können Eingriffe gezielt erfolgen, ohne unbeabsichtigte Unterbrechungen im Abwasserfluss zu verursachen. Dadurch gewährleisten die Pläne, dass Erweiterungen, Erweiterungsarbeiten und Wartungsarbeiten zuverlässig umgesetzt werden können, ohne den laufenden Betrieb der Anlage zu gefährden. In der Regel werden diese Pläne vom TGA-Planer im Rahmen der Ausführungsplanung nach HOAI erstellt und dem Betreiber als Teil der technischen Anlagendokumentation übergeben.

Planungskonzept – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Planungskonzept

Zweck & Geltungsbereich

Zusammenfassende Darstellung der abwassertechnischen Lösung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Anlagenkonzept
Bemessungsgrundlagen
Betriebsstrategien

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Strategische Betriebs- und Investitionsplanung

Erläuterung

Das Planungskonzept für die Abwasserbehandlung bietet dem Betreiber und Facility Management einen frühzeitigen Gesamtüberblick über die vorgesehene technische Lösung. Es fasst das gesamte Anlagenkonzept zusammen, benennt die maßgeblichen Bemessungsgrundlagen (z.B. erwartete Abwassermengen, Spitzenbelastungen, Dimensionierungsvorgaben) und beschreibt die beabsichtigten Betriebsstrategien (z.B. Wartungs- und Reinigungsintervalle, Redundanz- und Notfallkonzepte). Anhand dieser Informationen kann das FM beurteilen, ob die geplante Anlage den betrieblichen Anforderungen genügt, welcher Wartungsaufwand anfallen wird und welche Investitionen erforderlich sind. Das Konzept dient zudem als Grundlage für Abstimmungen mit Genehmigungsbehörden, da darin technische Parameter und Übereinstimmungen mit Normen und kommunalen Vorgaben dokumentiert sind. Insgesamt unterstützt das Planungskonzept das Facility Management bei der strategischen Betriebs- und Investitionsplanung und ermöglicht eine frühzeitige Bewertung von Betriebssicherheit, Wartungsaufwand und Genehmigungsfähigkeit der Anlage.

Preisliste – Technische Ausrüstung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Preisliste

Zweck & Geltungsbereich

Transparente Kostenbasis für Leistungen, Ersatzteile und Wartung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Einheitspreise
Leistungspositionen
Preisstände

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Kostenkontrolle, Nachtragsbewertung

Erläuterung

Die Preisliste (Einheitspreisverzeichnis) für die abwassertechnische Ausrüstung dient dem Facility Management als klare Kostengrundlage. Sie enthält alle relevanten Einheitspreise für Bauleistungen, Geräte, Ersatzteile und Wartungsarbeiten. Oft wird sie in der Ausschreibungsphase (z.B. nach HOAI Leistungsphasen 6 und 7) erstellt, um Leistungsverzeichnisse mit aktuellen Preisen zu hinterlegen. Für das FM ist diese Preisliste eine wichtige Referenz: Durch den Abgleich von Rechnungen und Angeboten mit den veranschlagten Preisen lassen sich Kostenabweichungen sofort erkennen, was die Kostenkontrolle und die Bewertung von Nachtragsforderungen erleichtert. Gleichzeitig ermöglicht die Preisliste eine transparente Budgetplanung und dient als Basis für wirtschaftliche Entscheidungen bei Ersatzinvestitionen. Damit bildet sie die Grundlage für eine nachvollziehbare und kontrollierte Steuerung der Betriebskosten und Investitionen im Rahmen der FM-Praxis.

Produktinformationen – Fettabscheideranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Produktdatenblatt / technische Produktinformation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der normkonformen Bauart und Leistungsfähigkeit

Rechts- & Normbezug

DIN EN 1825-1, DIN 4040-100

Wesentliche Inhalte

Nenngröße
Abscheideleistung
Einbauvorgaben

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Genehmigungen, Betrieb, Wartung

Erläuterung

Das technische Datenblatt für den Fettabscheider enthält sämtliche wichtigen Angaben zu Nenngröße und Durchsatz, Abscheideleistung sowie zu Einbauvoraussetzungen und Materialien. Es listet z.B. den maximalen Volumenstrom, das Fettabscheidungsvermögen und eventuelle Zulassungen (wie CE-Kennzeichen oder DIBt-Zulassung) auf. Für das Facility Management sind diese Informationen unverzichtbar: Behörden und Entsorgungsunternehmen verlangen sie im Genehmigungsprozess, um die Normkonformität der Anlage zu überprüfen. Anhand des Produktdatenblattes kann nachgewiesen werden, dass der eingebauten Fettabscheider den DIN-Vorgaben und kommunalen Abwassersatzungen entspricht. Im Betrieb dienen die Informationen den FM-Planern zudem als Grundlage für die Festlegung von Wartungs- und Reinigungsintervallen sowie für die Abstimmung mit dem Entsorger über Volumina und Taktzeiten. Zusammengefasst bildet das Produktdatenblatt damit die technische Basis dafür, dass die Fettabscheideranlage umweltgerecht, normkonform und ordnungsgemäß betrieben werden kann.

Produktinformationen – Leichtflüssigkeitsabscheider

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Produktdatenblatt

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Eignung zur Abscheidung von Leichtflüssigkeiten

Rechts- & Normbezug

DIN EN 858-1, DIN 1999-100

Wesentliche Inhalte

Abscheideklasse
Koaleszenztechnik
Wartungsanforderungen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Umweltschutz, Genehmigungsmanagement

Erläuterung

Das Datenblatt für Leichtflüssigkeitsabscheider (z.B. Ölabscheider) enthält wesentliche Informationen über Abscheideklasse, Funktionsprinzip und Wartungsbedarf. Es gibt an, ob es sich um einen Klasse-I- oder -II-Abscheider handelt (z.B. Klasse I für niedrige Restölwerte nach DIN EN 858-1) und beschreibt das verwendete Koaleszenz- oder Filtersystem. Zudem sind die empfohlenen Inspektions- und Reinigungsintervalle aufgeführt. Für das Facility Management ist dieses Dokument zentral, um nachzuweisen, dass der gewählte Abscheidertyp für den Einsatzzweck (z.B. an Tankstellen, Werkstätten) geeignet ist und den Wasserqualitätsgrenzwerten entspricht. Die Produktinformationen belegen gegenüber den Umweltbehörden, dass die Anlage nach den einschlägigen Normen (AwSV, DIN) ausgeführt wurde und wie die Wartung erfolgen muss, um Gewässerschutzvorgaben einzuhalten. Dadurch hilft der Betreiber, Umweltschäden zu vermeiden und die wasserrechtlichen Anforderungen sowie alle behördlichen Nachweis- und Dokumentationspflichten zu erfüllen.

Produktkennzeichnung – Fettabscheideranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Produktkennzeichnung

Zweck & Geltungsbereich

Eindeutige Identifikation und Rückverfolgbarkeit

Rechts- & Normbezug

DIN EN 1825-1, DIN 4040-100

Wesentliche Inhalte

Typenschild
Nenngröße
Baujahr

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Prüfungen, Wartung, Ersatzteilmanagement

Erläuterung

Gemäß DIN EN 1825-1 muss jeder Fettabscheider mit einem dauerhaften Typenschild versehen sein. Auf diesem Typenschild sind die Nenngröße, der Herstellername, das CE-Zeichen sowie das Baujahr und gegebenenfalls die Seriennummer der Anlage vermerkt. Für das Facility Management bildet diese Kennzeichnung die Grundlage für eine eindeutige Identifikation der Anlage: Bei Wartungen und Prüfungen kann sofort ermittelt werden, um welches spezifische Gerät es sich handelt. Fehlt das Typenschild oder sind seine Angaben unleserlich, kann z.B. die Übereinstimmung mit der genehmigten Bauart nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Darüber hinaus erleichtert die Typenschilderkennung das Ersatzteilmanagement, da der genaue Anlagentyp und das Baujahr erkennbar sind. Behörden nutzen die Angaben am Typenschild bei Kontrollen, um zu prüfen, ob der eingebaute Fettabscheider dem zugelassenen Modell entspricht. Zusammengefasst schafft die Produktkennzeichnung Transparenz und Nachvollziehbarkeit, die für einen normgerechten Betrieb, effiziente Wartungsabläufe und die Auditfähigkeit der Anlage unerlässlich sind.

Produktkennzeichnung – Leichtflüssigkeitsabscheider

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Produktkennzeichnung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der normgerechten Bauart

Rechts- & Normbezug

DIN EN 858-1, DIN 1999-100

Wesentliche Inhalte

Abscheideklasse
Hersteller
Seriennummer

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Audit- und Genehmigungsnachweis

Erläuterung

Auch Leichtflüssigkeitsabscheider müssen mit einem Typenschild gekennzeichnet sein, das alle relevanten Daten enthält. Wichtige Einträge sind die Abscheideklasse (z.B. I oder II nach DIN EN 858-1), der Hersteller und die Seriennummer. Für das Facility Management sind diese Angaben unverzichtbar, um die Anlage eindeutig zu identifizieren und mit der behördlichen Genehmigung abzugleichen. Im Auditfall können die Daten auf dem Typenschild herangezogen werden, um zu bestätigen, dass das verwendete Gerät der genehmigten Bauart entspricht. Das Typenschild erleichtert zudem die Zuordnung von Wartungs- und Inspektionsdokumenten, da Protokolle häufig direkt mit der Seriennummer geführt werden. Ohne diese eindeutige Kennzeichnung wäre ein revisionssicherer Nachweis über die Konformität der Anlage kaum möglich. Daher ist das Typenschild des LSA ein zentraler Bestandteil der Dokumentation für den wasserrechtlich einwandfreien Betrieb.

Produktkennzeichnung – Abwasserhebeanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Produktkennzeichnung

Zweck & Geltungsbereich

Eindeutige Zuordnung der Hebeanlage

Rechts- & Normbezug

DIN EN 12050-1, DIN EN 12050-2

Wesentliche Inhalte

Förderleistung
Förderhöhe
Einsatzbereich

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Wartung, Ersatzbeschaffung

Erläuterung

Abwasserhebeanlagen (z.B. für Schmutz- oder Fäkalabwässer) tragen ein Typenschild mit ihren Leistungsangaben. Auf dem Schild sind hauptsächlich die Förderleistung (m³/h), die maximale Förderhöhe (m) und der Anwendungsbereich (z.B. „Schmutzwasser“, „Fäkalienfrei“) vermerkt. Für das Facility Management erlaubt diese Kennzeichnung die schnelle Überprüfung, ob die Pumpe korrekt für die Einbausituation dimensioniert wurde (beispielsweise in Kellerräumen unterhalb der Rückstauebene). Bei Wartungsarbeiten können die Ist-Werte der Pumpe mit den Typenschildangaben verglichen werden, um Abnutzung oder Leistungsverluste zu erkennen. Darüber hinaus ist das Typenschild wichtig für den Austausch oder die Nachbestellung eines geeigneten Ersatzgeräts – anhand der angegebenen Daten wird eine Pumpe gleichen oder besseren Typs beschafft. Insgesamt trägt die eindeutige Produktkennzeichnung der Hebeanlage dazu bei, den Anlagenbetrieb planbar zu halten, passende Ersatzteile zu verwenden und langfristige Investitionsbedarfe rechtzeitig zu erkennen.

Produktkennzeichnung – Pumpen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Typenschild / Produktkennzeichnung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der maschinentechnischen Konformität

Rechts- & Normbezug

DIN EN 809

Wesentliche Inhalte

Förderdaten
Leistungsaufnahme
Baujahr

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Instandhaltung, Energieoptimierung

Erläuterung

Pumpen (z.B. Entwässerungs- und Hebegebietspumpen) sind nach DIN EN 809 mit einem Typenschild ausgestattet. Dieses zeigt alle wesentlichen Betriebsparameter an – insbesondere den Förderkennlinienbereich (Volumenstrom vs. Förderhöhe), die elektrische Leistungsaufnahme (kW), Netzanschlussdaten und das Baujahr. Für das Facility Management bilden diese Angaben die Grundlage zur Überprüfung der Betriebseffizienz. Indem man die tatsächliche Förderleistung und den Energieverbrauch einer Pumpe mit den Typenschilddaten vergleicht, kann das FM erkennen, ob die Pumpe noch effizient arbeitet oder ausgetauscht werden sollte (Stichwort Energieoptimierung). Das Typenschild vereinfacht zudem die Beschaffung von Ersatzteilen: Durch Herstellerangabe und Baujahr lässt sich das richtige Ersatzgerät oder Bauteil eindeutiger bestimmen. In Kombination mit den betrieblichen Energieauswertungen trägt eine vollständige Pumpenkennzeichnung dazu bei, den Energieverbrauch zu überwachen, Effizienzpotenziale zu identifizieren und Ersatzinvestitionen gezielt zu planen.

Mängelbeseitigungsprotokoll aus der Abnahme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Protokoll zur Mängelbeseitigung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der ordnungsgemäßen Mängelbeseitigung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Mängelliste
Fristen
Erledigungsnachweise

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Gewährleistungs- und Haftungsmanagement

Erläuterung

Das Mängelbeseitigungsprotokoll wird nach der Abnahme der Abwasseranlage erstellt. Es enthält eine Aufstellung aller bei der Übergabe festgestellten Mängel, legt dafür verbindliche Fristen fest und dokumentiert anschließend die Nachweise ihrer Behebung (z.B. Unterschriften, Prüfberichte). Für das Facility Management ist dieses Dokument zentral für das Gewährleistungs- und Haftungsmanagement: Es belegt, dass die Anlage formell in Betrieb genommen wurde und noch unter Gewährleistung steht, bis alle Mängel ordnungsgemäß behoben sind. Zugleich dient es als Nachweis gegenüber Auftragnehmern oder Versicherungen, dass alle Fehler im geforderten Zeitraum von den Verantwortlichen beseitigt wurden. Ohne ein lückenlos geführtes Protokoll wäre es kaum möglich, Ansprüche aus Garantiefristen geltend zu machen oder im Schadensfall die Verantwortlichen eindeutig festzulegen. Daher ist es für den FM-Betrieb unerlässlich, dieses Dokument sorgfältig zu führen und aufzubewahren.

Prüfbericht Druck- und Dichtheitsprüfung – Entwässerungsleitungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbericht Druck- und Dichtheitsprüfung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Dichtheit und Betriebssicherheit von Entwässerungsleitungen

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Prüfverfahren
Prüfdruck
Prüfzeit
Ergebnis
Abweichungen

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praxisbezug FM

Abnahme, Haftungs- und Umweltschutznachweis

Erläuterung

Bei der Errichtung oder Änderung von Entwässerungsleitungen muss eine Dichtheitsprüfung durchgeführt werden, um Leckagen auszuschließen. Dies ist insbesondere nötig, da austretendes Abwasser Boden und Grundwasser erheblich verschmutzen kann. Der Prüfbericht dokumentiert das angewandte Verfahren (Wasser- oder Luftdrucktest nach DIN EN 1610) sowie Prüfdruck, -dauer und -ergebnis. Er bestätigt, dass das Leitungsnetz funktionsfähig und dicht ist. Für das Facility Management bildet der Bericht eine wichtige Grundlage bei der Anlagenabnahme und der Sicherung von Gewährleistungsansprüchen. Später dient er als Referenz für Inspektionsintervalle und Prüfprogramme – und als Nachweis gegenüber Behörden und Versicherern, dass die Abwasseranlage gemäß DIN 18381 vorschriftsgemäß gebaut und geprüft wurde.

Unterweisungsprotokoll für Betriebs- und Wartungspersonal

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Unterweisungs- und Einweisungsprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der fachgerechten Einweisung des Betriebspersonals

Rechts- & Normbezug

DIN 1986-3, DIN 1988-600, DIN 18381

Wesentliche Inhalte

Unterweisungsthemen
Gefahren
Wartung
Notfallmaßnahmen

Verantwortlich

Auftragnehmer / Installateur

Praxisbezug FM

Arbeitssicherheit, Betreiberpflichten

Erläuterung

Gemäß geltenden Vorschriften muss das Personal, das mit Abwasseranlagen umgeht, fachkundig eingewiesen werden. Inhalt der Unterweisung sind etwa die spezifischen Betriebs- und Reinigungsverfahren, Arbeitsschutzrisiken sowie Verhaltensregeln im Störfall. Die Dokumentation der Unterweisung ist zwingend: Zum Beispiel schreibt die AwSV (Anlagenverordnung für wassergefährdende Stoffe) vor, dass Unterweisungen regelmäßig – mindestens jährlich – erfolgen und vom Betreiber lückenlos protokolliert werden müssen. Für das FM minimiert eine vollständige Schulungsdokumentation Fehlbedienungen und Haftungsrisiken. Gleichzeitig erfüllt sie die gesetzlichen Vorgaben nach Arbeitsschutzgesetz und relevanten DIN-Normen, dass die Organisation des Anlagenbetriebs den Nachweis einer sachgerechten Einweisung enthält.

Prüf- und Herstellerzertifikate – Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüf- und Herstellerzertifikate

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Konformität von Bauprodukten

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Produktzulassung
Prüfzeichen
Leistungsmerkmale

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug FM

Abnahme, Ersatzbeschaffung, Auditfähigkeit

Erläuterung

Prüf- und Herstellerzertifikate bestätigen, dass eingesetzte Komponenten (z. B. Rohre, Armaturen, Pumpen) den technischen und bauaufsichtlichen Anforderungen genügen. Diese Dokumente enthalten Angaben wie Ü-Zeichen oder CE-Kennzeichnungen sowie Nachweise der Leistungseigenschaften. Im Facility Management dienen sie beim Abnahmeprozess als Beleg der Regelkonformität. Zudem werden die Zertifikate benötigt, wenn später Ersatzteile oder Neuteile beschafft werden. Durchgängige Nachweise über bauordnungsrechtlich vorgeschriebene Prüfungen und Zertifizierungen sind auch wichtige Bestandteile jeder Audit- und Revisionsprüfung. Insgesamt garantieren die vorliegenden Prüf- und Herstellerbescheinigungen, dass alle Komponenten die notwendige Zulassung haben und dauerhaft sicher betrieben werden dürfen.

Prüfbericht Dichtheitsprüfung – Fettabscheideranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbericht Dichtheitsprüfung

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Umwelt- und Betriebssicherheit

Rechts- & Normbezug

DIN 4040-100

Wesentliche Inhalte

Prüfmethode
Prüfergebnis
Mängel

Verantwortlich

Wartungs-/Instandhaltungsfachkraft

Praxisbezug FM

Umwelt- und Behördennachweis

Erläuterung

Gemäß DIN 4040-100 muss jede Fettabscheideranlage in regelmäßigen Abständen auf ihre Dichtheit geprüft werden. Ziel ist es, Leckagen zu erkennen, bevor Öl und Fette in Boden oder Kanalnetz gelangen und Gewässer gefährden. Der Prüfbericht hält die angewandte Prüfmethodik, das Ergebnis und etwaige Mängel fest. Er ist Teil der wasserrechtlichen Betreiberdokumentation und wird in der Regel bei der jährlichen Inspektion oder der alle fünf Jahre fälligen Generalinspektion erstellt. Behörden und Umweltschutzorganisationen verlangen diesen Nachweis als Beleg, dass die Anlage den technischen Anforderungen entspricht. Im FM sichert er außerdem eine durchgängige Nachverfolgbarkeit: Alle festgestellten Mängel fließen in die Betriebsführung ein, und der Bericht dient als lückenloses Protokoll für spätere Nachprüfungen.

Prüfbericht Hauptprüfung – Leichtflüssigkeitsabscheider

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbericht Hauptprüfung

Zweck & Geltungsbereich

Regelmäßige Zustands- und Funktionsprüfung

Rechts- & Normbezug

DIN 1999-100

Wesentliche Inhalte

Sichtprüfung
Funktionsprüfung
Bewertung

Verantwortlich

Wartungsfachkraft

Praxisbezug FM

Betriebssicherheit, Umweltauflagen

Erläuterung

Leichtflüssigkeitsabscheider (z. B. Ölabscheider in Werkstätten oder Tankstellen) gelten nach DIN 1999-100 als Anlagen für umweltgefährliche Stoffe. Der Gesetzgeber verlangt daher eine umfassende Prüfung ihrer Funktion alle fünf Jahre. Die Hauptprüfung umfasst Sicht- und Funktionskontrollen aller Komponenten – vom Zulauf über die Trennkammer bis zu Entlüftung und Abläufen. Der vollständige Prüfbericht dokumentiert den Zustand der Anlage und listet alle Befunde auf. Alle erkannten Mängel sind im Prüfbericht zu vermerken und unverzüglich zu beseitigen (Norm DIN 1999-100, Punkt 14.6). Die Unterlagen werden revisionssicher im FM archiviert, da sie auf Verlangen von Behörden oder Fachprüfern vorzulegen sind. Sie belegen die Einhaltung der technischen Regel und erfüllen zugleich das Betreibergewissen, indem sie die Betriebssicherheit und die Umweltverträglichkeit des Ölabscheiders nachweisen.

Prüfbericht Hauptprüfung – Fettabscheideranlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbericht Hauptprüfung

Zweck & Geltungsbereich

Langfristige Betriebssicherheit und Umweltkonformität

Rechts- & Normbezug

DIN 4040-100

Wesentliche Inhalte

Anlagenzustand
Funktionsfähigkeit
Empfehlungen

Verantwortlich

Wartungsfachkraft

Praxisbezug FM

Instandhaltungs- und Investitionsplanung

Erläuterung

Die Hauptprüfung nach DIN 4040-100 ist ein wiederkehrender Check (in der Regel alle fünf Jahre), der den Gesamtzustand des Fettabscheiders erfasst. Neben der Dichtheitsprüfung beinhaltet sie Sicht- und Funktionsprüfungen der Bauteile, Bestandsmessungen des Fett- und Schlammvolumens sowie Bewertungen des technischen Alters. Die Ergebnisse dieses umfangreichen Prüfberichts liefern dem Facility Manager wertvolle Entscheidungshilfen für Wartungs- und Investitionsvorhaben. Anhand der dokumentierten Befunde lassen sich etwa anstehende Erneuerungen oder leistungsbegrenzte Baugruppen frühzeitig erkennen. Damit ist der Bericht ein Kernelement der langfristigen Instandhaltungsplanung: Er fließt direkt in Instandhaltungsstrategien ein und begründet Budgetentscheidungen für Ersatz oder Nachrüstung, bevor es zu Betriebsstörungen kommt.

Prüfbuch – Elektrische Anlagen (auf Anforderung der BG)

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Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbuch elektrische Anlagen

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation elektrischer Prüfungen

Rechts- & Normbezug

DGUV Vorschrift 3

Wesentliche Inhalte

Prüftermine
Prüfer
Mängel
Fristen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug FM

Arbeitsschutz- und Haftungsnachweis

Erläuterung

Das Prüfbuch für elektrische Anlagen dient der lückenlosen Protokollierung aller sicherheitstechnischen Prüfungen (z. B. nach DGUV Vorschrift 3). Es wird vom Betreiber bzw. FM geführt und enthält Prüfprotokolle, Terminlisten und Mängelberichte zu den Anlagen. Nach DGUV Vorschrift 3 dürfen die Unfallversicherungsträger (BG) auf Verlangen ein Prüfbuch einsehen. Die Norm schreibt dies zwar nur „auf Anforderung“ vor, doch viele Betreiber führen es proaktiv, um jederzeit die Einhaltung der Prüfintervalle belegen zu können. Bei einer BG-Prüfung oder im Schadensfall ist das Prüfbuch ein wichtiger Nachweis dafür, dass elektrische Anlagen fachgerecht geprüft und gewartet wurden. Es schützt damit den Arbeitgeber vor Haftungsrisiken und erfüllt zugleich die Dokumentationspflichten aus Arbeitsschutz- und Betriebssicherheitsvorschriften.

Raumbuch (gesamt)

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Inhalt

Dokumenttyp

Raumbuch

Zweck & Geltungsbereich

Raumbezogene Zuordnung von Anlagen und Funktionen

Rechts- & Normbezug

VDI 6070-1, VDI 3810-2 / VDI 6023-3, VDI 6023-1, VDI-MT 3810-1

Wesentliche Inhalte

Raumnutzung
Anlagenzuordnung
Wartungszonen

Verantwortlich

Objekt- und Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Betrieb, Umbauten, Flächenmanagement

Erläuterung

Das Raumbuch erfasst alle Rauminformationen eines Gebäudes – von der Nutzung über Maße bis zu Installationseinheiten – in strukturierter Form. Nach VDI 6070 Blatt 1 soll ein Raumbuch die Bauwerksdaten maschinenlesbar dokumentieren und als Grundlage für das gesamte Gebäudemanagement dienen. Die VDI-Richtlinien 3810-2 und 6023-3 betonen, dass Unterlagen wie das Raumbuch den bestimmungsgemäßen Betrieb unterstützen und Betreiberpflichten erfüllen. In der Praxis verknüpft es sämtliche Abwasser- und Haustechnikkomponenten mit ihren jeweiligen Räumen oder Bereichen. So ist sofort ersichtlich, welche Abwasserleitungen, Pumpen oder Abscheider in welchem Raum installiert sind und welche Wartungsbereiche sich daraus ergeben. Für das FM erleichtert das Raumbuch die Planung von Umbauten oder Instandhaltungsarbeiten ebenso wie das Flächenmanagement. Zudem unterstützt es die Risikobeurteilung, da etwa in Gefahren- oder Schutzräumen spezifische Anforderungen (z. B. an Werkstoffe oder Zugangswege) zentral dokumentiert sind.

Raumbuch – Technischer Teil (LPH 2 Vorplanung)

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Inhalt

Dokumenttyp

Technisches Raumbuch (Vorplanung)

Zweck & Geltungsbereich

Erste Festlegung technischer Anforderungen

Rechts- & Normbezug

HOAI, DIN 1988-200

Wesentliche Inhalte

Platzbedarf
Medien
Sicherheitsanforderungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Frühe Betriebseinschätzung

Erläuterung

Das technische Raumbuch in der Vorplanung (LPH 2 nach HOAI) definiert die grundsätzlichen Anforderungen an die Räume der Abwassertechnik. Hier werden etwa Raumprogramme und notwendige Flächenbedarfe festgelegt sowie technische Schnittstellen (Stromversorgung, Gebäudestruktur, medienführende Schächte) bewertet. In diese frühe Planungsphase fließen Vorgaben aus Gesetzen und Normen ein, z. B. Platzanforderungen für Pumpenschächte oder Sicherheitsbestimmungen aus der Trinkwasser-Norm DIN 1988-200. Für das Facility Management ist das Ergebnis dieser ersten Raumbuch-Version eine wichtige Vorab-Einschätzung: Es zeigt frühzeitig auf, wo Zugänge für Wartung notwendig sind und wie viel Raum für technische Anlagen reserviert wird. So können spätere Konflikte (z. B. zu geringe Deckenhöhe oder ungünstige Lage) bereits vorab korrigiert werden. Die HOAI sieht das Erstellen eines Raumbuchs als besondere Leistung in LPH 2 vor, weil es wesentlich zur Abstimmung mit Architekt und Betreiber beiträgt.

Raumbuch – Technischer Teil (LPH 3 Entwurfsplanung)

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Inhalt

Dokumenttyp

Technisches Raumbuch (Entwurf)

Zweck & Geltungsbereich

Konkretisierung der technischen Raumbelegung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Anlagenkonfiguration
Wartungsflächen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vorbereitung der Betriebsorganisation

Erläuterung

In der Entwurfsplanung (LPH 3) wird das Raumbuch weiter detailliert und verfeinert. Die technischen Systeme im jeweiligen Raum werden eindeutig definiert, und die Abstände sowie Zugänge werden final festgelegt. Das Resultat ist ein verbindliches Raum- und Anlagenlayout für den Bau und spätere Betrieb. Für das Facility Management stellt das in LPH 3 fortgeschriebene Raumbuch die betreiberseitige Referenz dar: Es enthält alle maßlichen und technischen Daten der Installation und wird zur Grundlage für Ausschreibungen sowie für Auflagen der Betriebsorganisation. Den FM-Organisatoren dient das vollständige Raumbuch als Ausgangspunkt für die Einrichtung der Wartungsprotokolle und Arbeitsanweisungen. Letztlich sichert es, dass Planer und Betreiber ein gemeinsames Verständnis von den Raumbelegungen haben – und schafft so optimale Voraussetzungen für einen reibungslosen Anlagenbetrieb.

Auditunterlagen

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Inhalt

Dokumenttyp

Auditdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der norm- und richtlinienkonformen Planung, Ausführung und des Betriebs

Rechts- & Normbezug

VDI 6026-1 (Dokumentationsanforderungen für die Technische Gebäudeausrüstung)

Wesentliche Inhalte

Prüfkriterien
Feststellungen
Abweichungen
Maßnahmenpläne

Verantwortlich

Betreiber, Fachplaner, Auditor

Praxisbezug FM

Interne/externe Audits, Behörden- und Zertifizierungsprüfungen

Erläuterung

Auditunterlagen sind das zentrale Steuerungsinstrument der Betreiberverantwortung. Die VDI 6026 und die FM-spezifische Ergänzung (Blatt 1.1) fordern eine strukturierte Dokumentation aller Phasen der Anlagenentwicklung und des Betriebs. In Audits werden die Vollständigkeit der Unterlagen, die Einhaltung gesetzlicher Prüfintervalle (z. B. nach BetrSichV und TRBS) sowie Abweichungen und Korrekturmaßnahmen geprüft. Für Facility-Manager ermöglichen Auditunterlagen eine nachvollziehbare Bewertung des Anlagenzustands und eine revisionssichere Nachverfolgung von Abweichungen.

Schadstoff- und Emissionsberechnungen

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Inhalt

Dokumenttyp

Emissions- und Schadstoffberechnung

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung der umweltrelevanten Auswirkungen des Anlagenbetriebs

Rechts- & Normbezug

HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure)

Wesentliche Inhalte

Stoffströme
Emissionsannahmen
Berechnungsergebnisse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Umwelt- und Genehmigungsmanagement, Berichtspflichten

Erläuterung

Die HOAI verlangt, dass in frühen Leistungsphasen die energiewirtschaftlichen Kennzahlen, Lebenszykluskosten und Emissionswerte ermittelt werden. Emissions- und Schadstoffberechnungen quantifizieren CO₂-Ausstoß, Energieverbrauch und Materialströme und dienen als Grundlage für Umweltverträglichkeitsprüfungen, Genehmigungsverfahren und Nachhaltigkeitszertifizierungen. Für das FM sind sie essenziell, um Umweltauflagen einzuhalten, Genehmigungen zu sichern und langfristige Betriebsstrategien zu entwickeln.

Schlitz- und Durchbruchspläne – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schlitz- und Durchbruchspläne

Zweck & Geltungsbereich

Koordination baulicher Öffnungen für Leitungsführung

Rechts- & Normbezug

HOAI, DIN 18379/18381

Wesentliche Inhalte

Lage
Abmessungen
bauliche Randbedingungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Umbauten, bauliche Anpassungen

Erläuterung

Die Ausführungsplanung (Leistungsphase 5) umfasst nach HOAI das Anfertigen von Schlitz- und Durchbruchsplänen für die Leitungsführung. Diese Pläne dokumentieren die Lage, Größe und Feuerwiderstandsklasse der erforderlichen Öffnungen, die Zuordnung zu den Gewerken sowie statische und brandschutztechnische Randbedingungen. Sie dienen dem FM als Grundlage für spätere Umbauten, sodass statische und brandschutztechnische Auswirkungen sicher bewertet werden können.

Schlitz- und Durchbruchspläne – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

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Inhalt

Dokumenttyp

Vergabebezogene Schlitz- und Durchbruchspläne

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der beauftragten baulichen Lösung

Rechts- & Normbezug

HOAI, DIN 18379, DIN 18381

Wesentliche Inhalte

beauftragte Durchbrüche
Abweichungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Gewährleistungsmanagement

Erläuterung

Nach Abschluss der Ausschreibung wird der Schlitz- und Durchbruchsplan an das endgültige Ausführungskonzept angepasst. Er integriert Bieteranpassungen, dokumentiert die finalen Dimensionen und Abweichungen und bildet den verbindlichen Soll-Zustand für die Bauausführung. Für das FM sind diese Pläne entscheidend, um die vertraglich geschuldete Bauausführung nachzuverfolgen und bei Mängeln oder Nachträgen auf eine prüffähige Basis zurückgreifen zu können.

Schnittstellenkatalog

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schnittstellen- / Interface-Katalog

Zweck & Geltungsbereich

Klare Abgrenzung technischer und organisatorischer Zuständigkeiten

Rechts- & Normbezug

VDI 6039

Wesentliche Inhalte

Gewerkeabgrenzung
Verantwortlichkeiten
Informationsflüsse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Koordination, Haftungsvermeidung

Erläuterung

Der Schnittstellenkatalog dokumentiert systematisch die technischen, funktionalen und organisatorischen Schnittstellen zwischen den beteiligten Gewerken und Organisationseinheiten. Er enthält Angaben zu Zuständigkeiten, Abhängigkeiten sowie zu den erforderlichen Signal- und Kommunikationsschnittstellen (z. B. CAN-, Modbus-, BACnet-Bus). Die VDI 6039 fordert eine klare Abgrenzung, um Konflikte zu vermeiden und während Betrieb, Wartung und Umbau beteiligte Gewerke identifizieren zu können. Für das FM ist der Schnittstellenkatalog unverzichtbar, um Betriebsstörungen durch Zuständigkeitslücken zu vermeiden und Haftungsrisiken zu minimieren.

Stromlauf- und Schaltpläne – LPH 7+ (Montageplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Stromlauf- und Schaltpläne

Zweck & Geltungsbereich

Ausführungsreife Darstellung der Ver- und Entsorgungssysteme

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV), DIN 18380/18379

Wesentliche Inhalte

Leitungsführung
Armaturen
Steuer- und Regeltechnik

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Montagekontrolle, Funktionsprüfung

Erläuterung

Im Rahmen der Montageplanung übergibt der Auftragnehmer funktionsfähige Stromlauf- und Schaltpläne, die Leitungsführungen, Armaturen, Steuer- und Regelgeräte sowie Anschlüsse darstellen. Die Leistungsbeschreibungen der VOB/C (DIN 18379, 18380, 18381) verlangen die Übergabe von Funktionsschemata, elektrischen Übersichts- und Anschlussplänen, technischen Datenlisten, Prüfprotokollen und Bedienungs- und Wartungsanleitungen. Diese Pläne sind zentrale Betriebs- und Wartungsunterlagen und sichern einen nachvollziehbaren Anlagenaufbau. Für Facility-Manager sind sie Grundlage für Montagekontrollen, Funktionsprüfungen und spätere Instandhaltungsmaßnahmen.

Stromlauf- und Schaltpläne – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schalt- und Funktionspläne

Zweck & Geltungsbereich

Technische Durcharbeitung der Planung

Rechts- & Normbezug

HOAI, IEC 60617

Wesentliche Inhalte

Prozessabläufe
Steuerlogik
Sicherheitseinrichtungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Bewertung der Betriebssicherheit

Erläuterung

In der Ausführungsplanung erstellt der Fachplaner Schalt- und Funktionspläne, in denen die elektrische Systemarchitektur, Prozessabläufe, Steuer- und Sicherheitslogik sowie Anschlussklemmen und Bauteilkennzeichnungen dargestellt werden. Die HOAI fordert die Anfertigung von allpoligen Schaltplänen in Leistungsphase 5. Die Pläne dienen dem FM zur frühzeitigen Beurteilung von Wartungsaufwand, Störanfälligkeit und Betriebssicherheit; sie sind Grundlage für die Inbetriebnahme und spätere Störungsanalysen.

Übersichtsschaltplan – Bestandsversion (LPH 8)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Übersichtsschaltplan

Zweck & Geltungsbereich

Vereinfachte Gesamtdarstellung der Anlage

Rechts- & Normbezug

VDI 6026-1, DIN 18381, VDE 0040-1 (DIN EN 61082-1)

Wesentliche Inhalte

Hauptaggregate
Prozessketten
Energie- und Stoffflüsse

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Schnelle Orientierung im Betrieb

Erläuterung

Der Übersichtsschaltplan fasst die Anlagentechnik in einer vereinfachten Darstellung zusammen und zeigt die wichtigsten Aggregate, Energie- und Stoffflüsse, Schaltpunkte sowie Not-Abschaltungen. Die VDI 6026 und die VDE-Norm DIN EN 61082-1 verlangen, dass der Plan eine schnelle Orientierung ermöglicht, Schaltstellen, Überwachungs- und Alarmschnittstellen sowie die Energiepfade darstellt und gut zugänglich im Schaltraum ausgehängt wird. Für das FM dient der Übersichtsschaltplan als Schnellreferenz für Betriebs- und Bereitschaftsdienste und unterstützt Notfall- und Wartungsorganisation.

Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibung

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Inhalt

Dokumenttyp

Ausschreibungs- und Leistungsunterlagen

Zweck & Geltungsbereich

Vergaberechtskonforme Leistungsdefinition

Rechts- & Normbezug

HOAI, VOB/A 2019

Wesentliche Inhalte

Leistungspositionen
Qualitätsanforderungen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Nachtragsmanagement

Erläuterung

Die HOAI verpflichtet den Fachplaner, in der Leistungsphase 6 detaillierte Ausschreibungsunterlagen mit Leistungsbeschreibungen, Mengenangaben und Qualitätsanforderungen zu erstellen. Die Unterlagen müssen die zu erbringenden Leistungen eindeutig beschreiben und umwelt- sowie emissionsrelevante Anforderungen berücksichtigen. Für das FM sind sie Grundlage für eine rechtskonforme Vergabe, erleichtern die Nachvollziehbarkeit der vertraglich geschuldeten Leistungen und bilden die Basis für Nachtragsprüfungen.

Vergabevorschlag

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabevorschlag

Zweck & Geltungsbereich

Begründete Zuschlagsempfehlung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Angebotsvergleich
technische und wirtschaftliche Bewertung

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Beschaffung

Erläuterung

Im Rahmen der Vergabeprüfungen bewertet der Fachplaner eingegangene Angebote anhand technischer, wirtschaftlicher und qualitativer Kriterien und erstellt einen Vergabevorschlag. Nach HOAI-Leistungsphase 7 umfasst dies den Angebotsvergleich, die fachliche Bewertung und die Begründung der Zuschlagsempfehlung. Für das FM ist der Vergabevorschlag zentral, um Beschaffungsentscheidungen transparent, revisionssicher und vergaberechtskonform zu dokumentieren.

Wartungs- und Instandhaltungsanweisungen – Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Instandhaltungsanweisungen

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung des bestimmungsgemäßen, hygienischen und sicheren Betriebs

Rechts- & Normbezug

VDI 6026-1, DIN 1986-3, DIN 18381 (VOB/C), DIN EN 12056-5

Wesentliche Inhalte

Wartungsintervalle
Reinigungs- und Inspektionsvorgaben
Sicherheitsmaßnahmen
Ersatzteile

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Grundlage für Wartungsverträge und Betreiberpflichten

Erläuterung

Wartungs- und Instandhaltungsanweisungen enthalten die verbindlichen Vorgaben des Herstellers oder Errichters für Betrieb, Wartung und Prüfung der Anlagen. Sie legen konkret fest, welche Arbeiten in welchen Intervallen durchzuführen sind – etwa Spülen von Leitungen, Funktionsprüfungen der Pumpen oder Desinfektionsmaßnahmen – und nennen notwendige Schutzvorrichtungen (z.B. persönliche Schutzausrüstung) sowie Ersatzteile. Diese Anweisungen basieren auf geltenden Vorschriften (etwa der DIN 1986-3 für Entwässerungssysteme) und beschreiben genau, wie der bestimmungsgemäße und hygienisch einwandfreie Betrieb sicherzustellen ist. Für das Facility Management sind sie essenziell: Sie bilden die Basis für Wartungsverträge und definieren die Betreiberpflichten. Nur wenn diese Anweisungen umgesetzt werden, können Risiken wie Rückstauereignisse oder Verunreinigungen minimiert und Haftungsansprüche im Schadensfall vermieden werden. In der Praxis dienen die Wartungsanweisungen daher auch als Nachweis gegenüber Versicherungen oder Aufsichtsbehörden, dass alle sicherheitsrelevanten Arbeiten sachgerecht geplant wurden.

Instandhaltungsdokumentation nach VDMA 24186

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Einheitliche Dokumentation aller Instandhaltungsmaßnahmen

Rechts- & Normbezug

VDMA 24186-0

Wesentliche Inhalte

Wartungshistorie
Befunde
Maßnahmen
Empfehlungen

Verantwortlich

Instandhalter

Praxisbezug FM

Zustandsbewertung, Auditnachweis

Erläuterung

Die Instandhaltungsdokumentation gemäß VDMA 24186 ist eine systematische Aufzeichnung aller durchgeführten Wartungen, Inspektionen und Reparaturen. Hier werden Datum, durchführende Firma oder Techniker, Befunde (festgestellte Mängel) sowie alle durchgeführten Maßnahmen und Empfehlungen detailliert erfasst. Ziel ist eine einheitliche, lückenlose Dokumentation, die eine konsistente Bewertung des Anlagenzustands über die Zeit hinweg ermöglicht. Für das Facility Management liefert diese Dokumentation entscheidende Informationen: Sie dient der zustandsorientierten Instandhaltung, da anhand der Historie beurteilt werden kann, wann Ersatzteile oder Sanierungen anstehen. Zudem sind diese Aufzeichnungen wichtige Audit-Dokumente, da sie beweisen, dass Wartungsarbeiten planmäßig erfolgten. In der Praxis fließen die protokollierten Befunde regelmäßig in die Instandhaltungsplanung ein und ermöglichen es, Wiederholungsmängel zu erkennen oder den Wartungszyklus anzupassen. Ohne eine solche strukturierte Dokumentation wäre weder eine effiziente Wartungsplanung noch die Nachweisführung gegenüber Behörden und Auditoren möglich.

Instandhaltungsplanung und -organisation – Technische Ausrüstung

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Inhalt

Dokumenttyp

Instandhaltungsorganisationskonzept

Zweck & Geltungsbereich

Organisation von Prozessen, Zuständigkeiten und Ressourcen

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Organisationsstruktur
Fremdfirmensteuerung
Schnittstellen

Verantwortlich

Fachplaner TGA / Facility Management

Praxisbezug FM

Betriebssicherheit, Verfügbarkeitsmanagement

Erläuterung

Das Instandhaltungsorganisationskonzept legt fest, wie und von wem die Instandhaltungsprozesse gestaltet werden. Es beschreibt die organisatorischen Abläufe für die technische Ausstattung, beispielsweise die Aufbauorganisation, Verantwortlichkeiten, erforderliche Ressourcen und die Einbindung externer Dienstleister. Häufig werden hier auch Eskalations- und Freigabeschritte definiert (z.B. wer im Störfall zu benachrichtigen ist). Nach HOAI und den Empfehlungen der VDI/VDMA bietet dieses Konzept die Grundlage für einen effizienten Instandhaltungsbetrieb. In der Praxis sorgt es dafür, dass alle Wartungstermine, Prüfintervalle und Fristen in einem integrierten Jahresplan koordiniert werden – etwa in einem CAFM-System – und dass klar ist, welche Abteilung oder Firma welche Aufgaben übernimmt. Ein gut strukturiertes Organisationskonzept vermeidet Unklarheiten und Doppelarbeit und trägt entscheidend zur Betriebssicherheit und Anlagenverfügbarkeit bei. Es schafft Transparenz über Abläufe und Ressourcen und erleichtert so die regelmäßige Aktualisierung und Kontrolle aller Wartungsprozesse.

Wartungsbuch – Abwasserhebeanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Betriebsbuch

Zweck & Geltungsbereich

Laufende Dokumentation von Betrieb und Wartung

Rechts- & Normbezug

DIN EN 12056-4

Wesentliche Inhalte

Betriebszeiten
Wartungen
Störungen
Maßnahmen

Verantwortlich

Instandhalter

Praxisbezug FM

Störungsanalyse, Betreiberpflichten

Erläuterung

Für Abwasserhebeanlagen schreibt die Norm DIN EN 12056-4 ein umfassendes Wartungsbuch vor. Darin werden fortlaufend alle Betriebsdaten aufgezeichnet: Betriebsstunden oder -zyklen der Pumpe, alle durchgeführten Wartungen, eingetretene Störungen sowie die jeweils getroffenen Gegenmaßnahmen. Das Wartungsbuch dient sowohl der Dokumentation als auch als Arbeitsmittel für das Betreiberpersonal. Es ist ein zentrales Nachweisdokument, mit dem die ordnungsgemäße Überwachung der Hebeanlage belegbar ist. Techniker des Facility Management können das Buch nutzen, um Störungen zu analysieren und Trends zu erkennen, etwa wiederkehrende Alarme. Behördliche Kontrollen und Versicherer verlangen regelmäßig Einblick in das Wartungsbuch, um sicherzugehen, dass die Anlage gemäß den gesetzlichen Vorgaben gewartet wurde. Nur durch vollständige und regelmäßige Einträge im Wartungsbuch lassen sich Betreiberpflichten (z.B. rechtzeitige Wartung) und Funktionsfähigkeit der Anlage gegenüber Dritten nachweisen.

Wasseranalysen und Prüfberichte (Ergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Analyse- und Prüfberichte

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Wasserqualität und Anlagenfunktion

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Analyseparameter
Messergebnisse
Bewertungen

Verantwortlich

Auftragnehmer / Fachunternehmen

Praxisbezug FM

Umwelt- und Hygienenachweise

Erläuterung

Wasseranalysen und Prüfberichte dokumentieren die Qualität des Abwassers und die Funktionsfähigkeit der Anlage. Typische Parameter sind dabei pH-Wert, Temperatur oder gelöster Sauerstoff, je nach Anlagenart auch Gehaltswerte für Fett- oder Schmutzpartikel. Diese Kontrollen erfolgen häufig im Rahmen der behördlichen Selbstüberwachung nach dem WHG und dem jeweiligen Abwassergesetz. Die Laborergebnisse und Befunde werden in Prüfberichten festgehalten und bewertet – inklusive Grenzwertüberschreitungen oder Sanierungsempfehlungen. Für das Facility Management sind diese Dokumente unverzichtbar, um sicherzustellen, dass die Anlage keine schädlichen Stoffe einleitet und alle Umweltanforderungen erfüllt. Ein Verstoß gegen gesetzliche Anforderungen (z.B. Einleitgrenzwerte) kann durch die Auswertung der Analyseberichte frühzeitig erkannt werden. Zugleich belegen die Berichte gegenüber Behörden und Management, dass die Anlage fachgerecht betrieben und kontrolliert wird. Damit leisten sie einen wesentlichen Beitrag zur Umweltkonformität und Hygiene, aber auch zur kontinuierlichen Optimierung des Anlagebetriebs.

Werkstatt- und Montagezeichnungen – Gas-, Wasser- und Entwässerungssysteme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Werkstatt- und Montagezeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Darstellung der ausgeführten Installation

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Leitungsführung
Armaturen
Einbausituationen

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Wartung, Umbauten, Störungsbeseitigung

Erläuterung

Werkstatt- und Montagezeichnungen zeigen den As-built-Zustand der installierten Haustechnik. Sie enthalten genaue Pläne aller Leitungswege, Armaturen, Schieber und sonstiger Komponenten (inkl. Maßangaben), wie sie tatsächlich verlegt wurden. Diese Ausführungspläne sind für das FM unerlässlich: Bei Wartungsarbeiten, geplanten Umbauten oder im Störungsfall ermöglichen sie es, Leitungen und Anschlüsse schnell zu lokalisieren und Eingriffe präzise vorzubereiten. Nach VOB/C (DIN 18381) ist der Errichter verpflichtet, genaue Montagepläne zu erstellen und zu übergeben. Fehlen diese Unterlagen oder sind sie unvollständig, können Reparaturarbeiten erheblich verzögert werden. In der Praxis werden Werkstattzeichnungen auch genutzt, um Risiken zu bewerten (z.B. Lage von Gasleitungen oder Rückstauebene) und potenzielle Gefahrenquellen frühzeitig zu erkennen. Zusammen mit den übrigen Dokumenten bilden sie so eine lückenlose Planungsgrundlage, auf der alle FM-Maßnahmen fachgerecht aufgebaut werden können.

Wirtschaftlichkeitsnachweis

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wirtschaftlichkeitsnachweis (Proof of Economic Viability)

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung der Investitions-, Betriebs- und Folgekosten der Anlage

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Investitionskosten
Betriebskosten
Instandhaltung
Variantenvergleich

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Entscheidungsgrundlage für Investition, Ersatz und Optimierung

Erläuterung

Der Wirtschaftlichkeitsnachweis ist eine umfassende Lebenszykluskostenanalyse der Abwasserbehandlungsanlage. Er wird bereits in frühen Leistungsphasen (Vor- und Entwurfsplanung) gemäß HOAI gefordert und bewertet alle wesentlichen Kosten über den gesamten Lebenszyklus der Anlage – von den Investitionskosten über Betriebskosten bis zu etwaigen Folgekosten (z. B. Entsorgungskosten). Dabei werden verschiedene technische Varianten (z. B. unterschiedliche Reinigungsverfahren, Aufbereitungsstufen oder Anlagengrößen) miteinander verglichen, um die wirtschaftlichste Lösung zu ermitteln. Im Facility Management dient der Wirtschaftlichkeitsnachweis als strategisches Planungsinstrument: Er schafft Transparenz über langfristige Kostenfolgen, unterstützt die Budgetfreigabe und bildet die Basis für Entscheidungen über Investitionen, Ersatzmaßnahmen oder Optimierungsprojekte. Durch die Betrachtung der gesamten Folgelasten (Wartung, Energie- und Personalkosten) gewährleistet der Nachweis, dass die ausgewählte Systemlösung nachhaltig kosten- und leistungseffizient ist.

Grafische Darstellung – LPH 3 (Entwurfsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Entwurfszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Darstellung des konzeptionellen Anlagenaufbaus

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Prozessstufen
Hauptaggregate
Medienflüsse

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Frühe Einschätzung von Betrieb und Wartungsaufwand

Erläuterung

Die Entwurfszeichnungen visualisieren das Grundkonzept der Abwasserbehandlungsanlage. Sie zeigen etwa die Anordnung von Becken, Pumpen und Rohren sowie den schematischen Verlauf der Medien (Wasser, Schlamm etc.) durch die einzelnen Prozessstufen. Für das Facility Management schaffen sie frühzeitig Klarheit über den Anlagenaufbau, die Zugänglichkeit wichtiger Komponenten und notwendige Sicherheits- und Wartungswege. Aufgrund dieser schematischen Darstellungen können Betreiber bereits in der Entwurfsphase Logistik und Flächenbedarf (z. B. Zugangswege zu Reinigungsanlagen oder der Platzbedarf für Bedienplattformen) abschätzen. Dies erleichtert die Planung der Betriebsorganisation, da Betriebswege und Wartungsschnittstellen rechtzeitig eingeplant werden können und mögliche Konflikte (etwa mit Brandschutz- oder Bauteilanforderungen) erkannt werden. Somit dienen die Entwurfszeichnungen als Grundlage für eine fundierte Beurteilung des künftigen Betriebskonzepts und der Instandhaltungsaufwände.

Grafische Darstellung – LPH 5 (Ausführungsplanung)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Ausführungszeichnungen

Zweck & Geltungsbereich

Detaillierte Darstellung der technischen Umsetzung

Rechts- & Normbezug

HOAI

Wesentliche Inhalte

Rohrleitungsführung
Einbauorte
Dimensionen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Referenz für Betrieb, Wartung und Umbauten

Erläuterung

Die Ausführungszeichnungen bilden die Anlage vollständig im Detail ab und gehen weit über das Konzept aus der Entwurfsplanung hinaus. Sie enthalten exakte Angaben zu Rohrleitungsführungen (Verlauf, Querschnitt, Isolationsschichten), Einbauorten von Aggregaten (Pumpen, Mischer, Filter etc.), Höhenangaben und Abständen sowie alle relevanten Maße. Für das Facility Management sind diese Pläne essenziell, da sie als Grundlage für sämtliche späteren Wartungs-, Reparatur- und Umbauarbeiten dienen. Instandhaltungstechniker können anhand der Ausführungszeichnungen schnell erkennen, wo sich Leitungen, Ventile oder elektrische Schaltschränke befinden, und die erforderlichen Ersatzteile und Werkzeuge abpassen. Die Detailtreue dieser Zeichnungen gewährleistet, dass der Anlagenbetrieb sicher und planmäßig verläuft, indem eine revisionssichere Dokumentation der eingesetzten Komponenten vorliegt. Außerdem können bei Bedarf Aktualisierungen oder Erweiterungen (z. B. zusätzlicher Schlammentwässerer) präzise in den Plänen vermerkt werden, wodurch der aktuelle Anlagenstand für das FM jederzeit nachvollziehbar bleibt.

Grafische Darstellung – LPH 7 (Vergabeergebnisse)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Vergabebezogene Ausführungsdarstellung

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation der beauftragten technischen Lösung

Rechts- & Normbezug

DIN 18379, DIN 18381, HOAI

Wesentliche Inhalte

beauftragte Systemvariante
Leistungsgrenzen

Verantwortlich

Fachplaner TGA

Praxisbezug FM

Vertrags- und Gewährleistungsmanagement

Erläuterung

Die vergabebezogene Ausführungsdarstellung spiegelt die endgültige, vertraglich vereinbarte Anlagenkonfiguration wider. Sie enthält die präzisen Details der bestellten Systeme und Komponenten (z. B. Herstellerangaben, Typenschlüssel und Leistungsgrenzen) und legt damit den verbindlichen „As-Built“-Zustand fest. Für das Facility Management ist dieses Dokument von zentraler Bedeutung, um den Baufortschritt und die Einhaltung der vertraglichen Zusagen zu überwachen. Im Falle von Mängelrügen oder Nachtragsforderungen dient es als Maßstab dafür, was exakt vereinbart und geliefert wurde. So kann der Betreiber beispielsweise prüfen, ob das gelieferte Aggregate tatsächlich den vereinbarten Spezifikationen entsprechen. Damit bildet die beauftragte Ausführungsdarstellung die Basis für das Vertrags- und Gewährleistungsmanagement: Sie definiert, welche Leistungen abgenommen wurden und welche Nachweise (etwa Prüfprotokolle) zu erbringen sind. Gleichzeitig integriert sie auch relevante Vorgaben aus den ATVs DIN 18379/18381, die etwa die Ausführung von Rohrleitungsarbeiten und Installationskomponenten regeln.

Zusammenstellung der wesentlichen technischen Daten

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Technische Datenübersicht

Zweck & Geltungsbereich

Kompakte Übersicht aller relevanten Anlagenparameter

Rechts- & Normbezug

DIN 18381 (VOB/C ATV)

Wesentliche Inhalte

Bemessungsleistungen
Volumenströme
Betriebsparameter

Verantwortlich

Auftragnehmer / Errichter

Praxisbezug FM

Betrieb, Prüfungen, Störungsmanagement