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Wasserheizsysteme zum Erhitzen von Wasser

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Wasserheizsysteme zum Erhitzen von Wasser

Wasserheizsysteme zum Erhitzen von Wasser

Im professionellen Facility Management müssen Warmwassererwärmungsanlagen zur Heizwasserbereitung umfassend dokumentiert werden. Insbesondere sind überwachungsbedürftige Anlagen (z. B. Dampfkessel oder Druckbehälter) und druckbeaufschlagte Systeme nach der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und dem Gesetz über überwachungsbedürftige Anlagen (ÜAnlG) sicher zu betreiben. Diese Übersicht zeigt alle erforderlichen Unterlagen – von einem zentralen Anlagenkataster über Prüfprotokolle bis hin zu Bedienungsanleitungen – und erläutert deren Inhalte und Zuständigkeiten. So wird die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sichergestellt, Nachweispflichten gegenüber Behörden und Auditoren erfüllt und ein sicherer wie wirtschaftlicher Anlagenbetrieb über den gesamten Lebenszyklus gewährleistet.

Systeme zur Warmwassererzeugung in der Trinkwasserinstallation

Anlagenverzeichnis für überwachungsbedürftige Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anlagenverzeichnis / Anlagenkataster

Zweck & Geltungsbereich

Zentrale Erfassung aller überwachungsbedürftigen Warmwassererwärmungsanlagen

Rechts-/Normbezug

ÜAnlG

Wesentliche Inhalte

• Anlagenidentifikation 

• Standort 

• technische Kenndaten 

• Betreiber 

• Prüfhistorie

Verantwortlich

Betreiber; Führung in Abstimmung mit Landesbehörden/ZÜS

Praxisbezug

Grundlage für Prüfplanung, Behördenkommunikation, Audits

Erläuterung:

Das Anlagenverzeichnis (oft auch Anlagenkataster genannt) ist der zentrale Nachweis aller relevanten Anlagen für Behörden und Prüfstellen. Nach § 11 ÜAnlG richten die Bundesländer offizielle Anlagenkataster ein; das betriebliche Anlagenverzeichnis nimmt diese Daten auf und ergänzt sie. Es enthält für jede Anlage eine eindeutige Kennung, den Standort, technische Kenndaten (z. B. Leistung, Volumen, Druckstufen) sowie Angaben zum Betreiber und zur Historie der Prüfungen und Wartungen. Der Betreiber aktualisiert das Verzeichnis fortlaufend bei Neuinstallationen oder Änderungen an Anlagen. Ein vollständiges und aktuelles Anlagenverzeichnis bildet die Basis für die termingerechte Planung von Prüfungen und Wartungen. Behörden und zugelassene Überwachungsstellen (ZÜS) nutzen diese Daten zudem, um schnell einen Gesamtüberblick zu erhalten und im Falle von Störungen zielgerichtet Auskünfte zu erhalten. Intern dient es als Grundlage für Audits und die interne Organisation der Prüfungen.

Antrag auf Befreiung von Vorschriften der BetrSichV

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Befreiungsantrag

Zweck & Geltungsbereich

Beantragung zulässiger Abweichungen von einzelnen BetrSichV-Vorgaben

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Begründung der Abweichung 

• Risikobewertung 

• Ersatzmaßnahmen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Rechtssicherheit bei Sonderfällen oder Altanlagen

Erläuterung:

In Sonderfällen kann es nötig sein, von den Standardanforderungen der BetrSichV abzuweichen – beispielsweise bei historisch gewachsenen Anlagen, die technisch nicht nachgerüstet werden können. Dafür beantragt der Unternehmer einen Befreiungsantrag bei der zuständigen Behörde. Der Antrag muss begründen, warum die Abweichung erforderlich ist, welche Risiken damit verbunden sind und welche Ersatzmaßnahmen oder Schutzvorrichtungen alternativ vorgenommen werden. Erst nach behördlicher Prüfung und Genehmigung darf die abweichende Lösung umgesetzt werden. Dieses Verfahren schafft Rechtssicherheit in Ausnahmesituationen: Es sichert ab, dass trotz eines Sonderwegs der Betrieb weiterhin den Schutzzielen der BetrSichV entspricht. Ohne eine offizielle Freistellung wäre die Anwendung solcher abweichender Maßnahmen rechtswidrig und risikobehaftet.

Prüfprogramm für Druckanlagen

Feld

Prüfprogramm

Dokumenttyp

Prüfprogramm

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Planung aller Prüfungen an Drucksystemen

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Prüfarten 

• Prüfumfang 

• Prüffristen 

• Anlässe

Verantwortlich

Betreiber (ggf. mit ZÜS)

Praxisbezug

Verbindliche Grundlage für wiederkehrende Prüfungen

Erläuterung:

Das Prüfprogramm ist ein systematischer Prüfplan für alle druckbeaufschlagten Anlagenkomponenten. Es beschreibt Art und Umfang der erforderlichen Prüfungen – beispielsweise die Erstdruckprüfung, regelmäßige Funktionskontrollen oder Inspektionen nach Reparaturen – sowie die Fristen und Auslöser für jede Prüfung (etwa Erstinbetriebnahme, Wiederinbetriebnahme nach Änderungen, außerordentliche Ereignisse). Nach BetrSichV (§§ 15–16) und den TRBS-Regeln (z. B. TRBS 1201) muss das Prüfprogramm risikoorientiert und termingerecht festgelegt sein. In der Praxis erstellen Betreiber dieses Programm oft zusammen mit einer Zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS), um sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Prüfverpflichtungen erfasst sind. Das Prüfprogramm dient der internen Terminplanung – es weist darauf hin, wann welche Prüfung fällig ist – und ist zugleich Nachweis gegenüber Aufsichtsbehörden, dass die Prüfungen planmäßig stattfinden.

Prüfaufzeichnungen für Arbeitsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfprotokolle

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis durchgeführter Prüfungen an Arbeitsmitteln

Rechts-/Normbezug

BetrSichV; TRBS 1201

Wesentliche Inhalte

• Prüfer 

• Prüfdatum 

• Ergebnisse 

• Mängel

Verantwortlich

Befähigte Person

Praxisbezug

Audit- und Haftungsnachweis

Erläuterung:

Zu jeder Prüfung an einer Anlage oder einem Arbeitsmittel fertigt die befähigte Person ein Prüfprotokoll an. Dieses enthält Angaben zum Prüfer (Name, Qualifikation), Datum und Ort der Prüfung, Prüfumfang und -ergebnis sowie festgestellte Mängel oder Auffälligkeiten. Ggf. werden hier auch Messwerte und Bewertung der Funktionsfähigkeit dokumentiert. Laut BetrSichV und den Technischen Regeln (TRBS 1201) sind solche schriftlichen Nachweise zwingend erforderlich. Sie belegen nach außen, dass Prüfungen ordnungsgemäß durchgeführt wurden, und dienen im Schadensfall als Beleg für die Sorgfalt des Betreibers. Darüber hinaus geben die Protokolle dem Betreiber selbst Aufschluss über den Zustand der Anlage im Zeitverlauf und können Hinweise auf erforderliche Nacharbeiten liefern. Unvollständige oder fehlende Prüfaufzeichnungen gefährden sowohl die Auditfähigkeit als auch die rechtliche Absicherung im Haftungsfall.

Nachweise zur Überprüfung von Schutzmaßnahmen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schutzmaßnahmenprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Bestätigung der Wirksamkeit technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen

Rechts-/Normbezug

ÜAnlG

Wesentliche Inhalte

• geprüfte Schutzfunktionen 

• Bewertung 

• Maßnahmen

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug

Sicherheitsnachweis, Behördenprüfung

Erläuterung:

Überwachungsbedürftige Anlagen müssen mit technischen Schutzsystemen ausgestattet sein (z. B. Sicherheitsventile, Druckgrenzschalter oder Notabschaltungen). Gemäß ÜAnlG (§5) hat der Betreiber vor Inbetriebnahme und in festgelegten Abständen deren Wirksamkeit zu überprüfen. In einem Schutzmaßnahmenprotokoll wird dokumentiert, welche Schutzeinrichtungen geprüft wurden, ob sie ordnungsgemäß funktionieren und ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. So wird nachgewiesen, dass alle sicherheitsrelevanten Funktionen richtig eingestellt sind und im Ernstfall zuverlässig greifen. Bei behördlichen Kontrollen dienen diese Protokolle dazu, zu belegen, dass das vorgeschriebene Sicherheitskonzept tatsächlich umgesetzt und aufrechterhalten wird.

Bestellung befähigter Personen für Prüfungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Bestellurkunde befähigte Person

Zweck & Geltungsbereich

Festlegung prüfberechtigter Personen

Rechts-/Normbezug

VDI 4068-1

Wesentliche Inhalte

• Qualifikation 

• Aufgabenbereich 

• Gültigkeit

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Rechtssichere Prüforganisation

Erläuterung:

Prüfungen und Inspektionen dürfen nur durch fachkundige, „befähigte“ Personen durchgeführt werden. Die BetrSichV (§2 Abs. 6) und TRBS (z. B. TRBS 1203) verlangen, dass Arbeitgeber solche Personen formell benennen. Die Bestellurkunde hält fest: Name der Person, abgeschlossene Ausbildung und Qualifikation (z. B. als Ingenieur für Versorgungstechnik oder Elektrofachkraft), das konkrete Prüfgebiet sowie die Gültigkeitsdauer der Bestellung. VDI 4068-1 beschreibt detailliert, welche Fachkenntnisse für welche Anlagentypen erforderlich sind. Durch die schriftliche Bestellung stellt der Arbeitgeber sicher, dass alle Prüfaufgaben von kompetentem Personal übernommen werden. Dies schafft Rechtssicherheit: Nur die benannten Personen dürfen im Namen des Betreibers prüfen, und die Bestellung ist ein wichtiger Nachweis bei internen oder externen Audits.

Bestellung von Koordinatoren

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Koordinatorenbestellung

Zweck & Geltungsbereich

Koordination von Arbeitsschutz- und Gefahrstoffbelangen

Rechts-/Normbezug

GefStoffV; DGUV-Information 215-830; BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Zuständigkeiten 

• Schnittstellen 

• Kommunikationswege

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Klare Verantwortlichkeiten im Betrieb

Erläuterung:

In Betrieben mit komplexen Strukturen oder Gefahrenstoffen müssen Aufgaben abgestimmt werden. So sieht z. B. die Gefahrstoffverordnung bei bestimmten Tätigkeiten einen Gefahrstoffbeauftragten vor und die BetrSichV (§8) verlangt eine Koordination, wenn mehrere Arbeitgeber involviert sind. Die Koordinatorenbestellung legt verbindlich fest, wer für die Abstimmung zuständig ist. Darin werden Aufgaben, Verantwortungsgrenzen und Schnittstellen definiert sowie Kommunikationswege geregelt. Ein Koordinator sorgt dafür, dass alle nötigen Schutzmaßnahmen (Schulungen, Unterweisungen, Prüfungen) zwischen beteiligten Firmen oder Abteilungen koordiniert sind. Dies schafft Transparenz und verhindert Lücken: Jeder weiß, wer in Gefahrensituationen informiert wird und wer welche Sicherheitspflichten überwacht. Eine klare Koordinatorenbestellung reduziert das Risiko von Abstimmungsfehlern und fördert einen einheitlichen Arbeitsschutz im gesamten Betrieb.

Betriebs- und Wartungsanleitungen für drucklose und druckbeaufschlagte Komponenten

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs- und Wartungsanleitung

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Betrieb und fachgerechte Instandhaltung

Rechts-/Normbezug

DIN EN 13445-5

Wesentliche Inhalte

• Betriebsparameter 

• Wartungsintervalle 

• Sicherheitshinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Betriebssicherheit, Werterhalt

Erläuterung:

Hersteller liefern für alle Anlagenteile ausführliche Betriebs- und Wartungsanleitungen. Diese technischen Unterlagen beschreiben zulässige Betriebsgrenzen (z. B. Druck, Temperatur), empfohlene Wartungs- und Prüfintervalle sowie konkrete Instandhaltungsmaßnahmen. Nach DIN EN 13445-5 (Unbefeuerte Druckbehälter) sind regelmäßige Prüf- und Instandhaltungsarbeiten zwingend. Entsprechende Hinweise dazu stehen in den Wartungsanleitungen. Auch für drucklose Komponenten (Pumpen, Ventile, Steuerungssysteme) geben die Manuals vor, wie sie sachgerecht genutzt und gepflegt werden. Sie enthalten zudem sicherheitsrelevante Warnhinweise. In der Praxis sind diese Unterlagen unerlässlich: Sie gewährleisten den sicheren Betrieb und helfen dabei, den Werterhalt der Anlagen zu sichern.

Betriebsanleitung für Arbeitsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsanleitung

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Umgang mit Arbeitsmitteln der Anlage

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• bestimmungsgemäße Nutzung 

• Gefahrenhinweise

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Unterweisung, täglicher Betrieb

Erläuterung:

Jede Maschine oder Komponente der Anlage muss eine Bedienungsanleitung des Herstellers haben. Diese Betriebsanleitung erläutert den bestimmungsgemäßen Gebrauch und weist auf mögliche Gefahren und erforderliche Schutzmaßnahmen hin. Typische Inhalte sind die zulässige Verwendung, Sicherheitshinweise, Wartungs- und Inspektionshinweise sowie Angaben zu erforderlicher Schutzausrüstung. Sie ist Grundlage für die Unterweisung des Personals: Bevor Mitarbeiter ein Arbeitsmittel einsetzen, müssen sie mit den Angaben aus der Betriebsanleitung vertraut gemacht werden (§12 BetrSichV). So trägt das Dokument wesentlich dazu bei, Bedienfehler zu vermeiden und den täglichen Anlagenbetrieb sicher zu gestalten.

Betriebsanleitung für Druckgeräte

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsanleitung Druckgerät

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Betrieb druckbeaufschlagter Komponenten

Rechts-/Normbezug

DIN CEN/TR 764-6 (DIN SPEC 2928)

Wesentliche Inhalte

• Druckgrenzen 

• Betriebsbedingungen 

• Notfallmaßnahmen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Sicherheit, Prüf- und Störungsmanagement

Erläuterung:

Für Druckgeräte (z. B. Kessel, Druckbehälter) sind besondere Angaben in der Betriebsanleitung vorgeschrieben (DIN CEN/TR 764-6). Sie enthält detaillierte Angaben zu zulässigen Druck- und Temperaturgrenzen, zu Betriebsbedingungen sowie zu Maßnahmen im Notfall (z. B. Verhaltensregeln bei Leckagen oder Ausfall von Sicherheitsventilen). Der Hersteller erstellt sie und übergibt sie dem Betreiber. Diese Anleitung ist Teil der verbindlichen Betreiberunterlagen. Sie wird sowohl zur Unterweisung des Personals als auch für das Prüf- und Störungsmanagement benötigt. So ist beispielsweise vermerkt, bei welchem Druck eine Warnung ausgegeben werden muss oder wie in einer kritischen Situation rasch der Druck abgelassen wird. Ohne diese dokumentierten Informationen können weder Prüfungen noch Wartungsarbeiten sicher durchgeführt werden.

Betriebs- und Sicherheitsanleitung für Druckgeräte (Warmwassererzeuger)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebs- und Sicherheitsanleitung (Druckgerät)

Zweck & Geltungsbereich

Sicherer Betrieb, Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme druckbeaufschlagter Warmwassererzeuger

Rechts-/Normbezug

14. ProdSV

Wesentliche Inhalte

• Auslegung und zulässige Betriebsparameter 

• Sicherheitsarmaturen 

• Warnhinweise 

• Wartungsvorgaben

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Grundlage für sicheren Betrieb, Prüfungen und Einweisungen

Erläuterung:

Die Betriebs- und Sicherheitsanleitung des Herstellers ist verbindlich zu beachten und stellt die zentrale Referenz für den drucksicheren Betrieb der Warmwasseranlage dar. Gemäß 14. ProdSV (Druckgeräteverordnung) ist der Hersteller verpflichtet, eine solche Anleitung in deutscher Sprache bereitzustellen, die alle relevanten Sicherheitshinweise und technischen Daten enthält.

In der Praxis dient die Herstelleranleitung bei Prüfungen, Störungen oder Einweisungen als maßgebliche Grundlage. Sie ist fester Bestandteil der Übergabedokumentation der Anlage und muss jederzeit für das Betriebspersonal verfügbar sein, um einen sicheren und vorschriftsmäßigen Betrieb zu gewährleisten.

Betriebsanweisung für Warmwasserbereitungsanlagen als Arbeitsmittel

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Betriebsanweisung

Zweck & Geltungsbereich

Übertragung der Herstellerangaben in den betrieblichen Kontext

Rechts-/Normbezug

BetrSichV; DGUV-I 205-001

Wesentliche Inhalte

• betriebliche Gefährdungen 

• Schutzmaßnahmen 

• Verhalten bei Störungen 

• Notfallmaßnahmen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Unterweisung, täglicher Betrieb, Arbeitsschutz

Erläuterung:

Die Betriebsanweisung konkretisiert den betrieblichen Umgang mit der Warmwasserbereitungsanlage und überführt die Herstellerangaben in verständliche, arbeitsplatzspezifische Anweisungen. Gemäß BetrSichV und den Richtlinien der DGUV (z.B. DGUV Information 205-001) muss der Arbeitgeber für jedes als Arbeitsmittel genutzte Gerät eine schriftliche Betriebsanweisung erstellen, die mögliche Gefährdungen am Arbeitsplatz, erforderliche Schutzmaßnahmen, Verhaltensregeln bei Störungen und Notfallmaßnahmen enthält.

In der Praxis ist die Betriebsanweisung am Einsatzort auszuhängen oder bereitzulegen und dient als Grundlage für die regelmäßige Unterweisung der Beschäftigten. Sie stellt sicher, dass alle Mitarbeiter im täglichen Betrieb sowie im Störfall genau wissen, wie sie das Arbeitsmittel sicher bedienen und welche Maßnahmen bei Abweichungen oder Notfällen zu ergreifen sind.

Sicherheitsrelevante Bewertung durch zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Sicherheitsbewertung / Prüfbericht

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung der Sicherheit überwachungsbedürftiger Warmwasseranlagen

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Anlagenzustand 

• Prüfergebnisse 

• Auflagen 

• Fristen

Verantwortlich

ZÜS

Praxisbezug

Voraussetzung für Betriebserlaubnis und Wiederinbetriebnahme

Erläuterung:

Für Warmwasseranlagen, die als überwachungsbedürftige Anlagen eingestuft sind (z.B. größere druckbeaufschlagte Kessel), ist eine sicherheitstechnische Prüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS) gesetzlich zwingend vorgeschrieben. Diese unabhängige Sicherheitsbewertung – häufig in Form einer Abnahmeprüfung vor Inbetriebnahme sowie regelmäßiger Wiederholungsprüfungen – dokumentiert den sicherheitstechnischen Zustand der Anlage.

Der resultierende Prüfbericht enthält alle relevanten Befunde: den aktuellen Anlagenzustand, erzielte Prüfergebnisse, ggf. festgestellte Mängel mit Auflagen zu deren Behebung sowie festgelegte Prüffristen für die Zukunft. Dieser Nachweis ist Voraussetzung für die behördliche Genehmigung des Betriebs (Betriebserlaubnis) und für eine sichere Wiederinbetriebnahme nach Änderungen oder Stillständen. Ohne eine positive ZÜS-Bewertung darf die Anlage nicht in Betrieb genommen oder weiterbetrieben werden.

Dokumentation der Anforderungen für das vereinfachte Verfahren

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Dokumentation vereinfachtes Verfahren

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Anwendbarkeit reduzierter Prüf- und Dokumentationspflichten

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Bauart 

• Betriebsbedingungen 

• Ausschluss besonderer Gefährdungen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Rechtssichere Reduzierung des Prüfaufwands

Erläuterung:

Die BetrSichV ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen ein vereinfachtes Verfahren, bei dem Prüf- und Dokumentationsaufwand reduziert werden können. Der Arbeitgeber muss in der Dokumentation nachweisen, dass die Warmwasseranlage die Kriterien für dieses vereinfachte Verfahren erfüllt – etwa durch eine bestimmte ungefährliche Bauart, definierte Betriebsbedingungen und den Ausschluss besonderer Gefährdungen (z.B. Explosions- oder erhebliche Verbrühungsgefahren).

Diese Dokumentation ist erforderlich, sobald der Betreiber das vereinfachte Verfahren anwendet, und muss stets aktuell gehalten werden. Insbesondere bei Änderungen an der Anlage oder ihren Betriebsparametern ist zu überprüfen, ob die Voraussetzungen noch gegeben sind. Eine sorgfältige Dokumentation stellt sicher, dass die Reduzierung des Prüfaufwands rechtssicher erfolgt und alle gesetzlichen Mindestanforderungen weiterhin eingehalten werden.

Gefährdungsbeurteilung – Arbeitsmittel Warmwasseranlage

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gefährdungsbeurteilung

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Bewertung aller betrieblichen Gefährdungen

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Druck- und Temperaturgefahren 

• Verbrühungsrisiken 

• organisatorische Maßnahmen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Basis für Schutzmaßnahmen, Unterweisung und Prüfplanung

Erläuterung:

Die Gefährdungsbeurteilung der Warmwasserbereitungsanlage als Arbeitsmittel erfasst systematisch alle Gefahren im Zusammenhang mit Bereitstellung und Betrieb. Hierbei werden insbesondere Druckgefahren (z.B. durch Überdruck im System), hohe Temperaturen und Verbrühungsrisiken für Bedienpersonal oder Nutzer bewertet. Zusätzlich fließen organisatorische Aspekte ein, etwa notwendige Wartungsabstände oder besondere Unterweisungsbedarfe. Auf Basis dieser Analyse werden geeignete Schutzmaßnahmen festgelegt, um die identifizierten Risiken auf ein akzeptables Maß zu reduzieren.

Diese Gefährdungsbeurteilung ist eine zentrale Betreiberpflicht gemäß BetrSichV. Sie muss vor Inbetriebnahme der Anlage vorliegen und bei Änderungen im Betrieb, bei Nutzungsänderungen oder nach sicherheitsrelevanten Ereignissen unverzüglich aktualisiert bzw. fortgeschrieben werden. In der Praxis bildet sie die Grundlage für alle weiteren Arbeitsschutzmaßnahmen, von der Erstellung der Betriebsanweisung über die Unterweisung der Mitarbeiter bis hin zur Planung von Prüfintervallen und Wartungsmaßnahmen.

Gefährdungsbeurteilung – überwachungsbedürftige Systeme

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Gefährdungsbeurteilung (Ü-Anlagen)

Zweck & Geltungsbereich

Bewertung besonderer Risiken überwachungsbedürftiger Warmwasseranlagen

Rechts-/Normbezug

ÜAnlG; TRBS 3121

Wesentliche Inhalte

• Anlagenbeschreibung 

• Risikoszenarien 

• Prüf- und Überwachungskonzept

Verantwortlich

Betreiber

Praxisbezug

Grundlage für behördliche Prüfungen und ZÜS-Einbindung

Erläuterung:

Zusätzlich zur allgemeinen Gefährdungsbeurteilung ist für eine Warmwasseranlage, die unter das ÜAnlG fällt, eine anlagenbezogene Gefährdungsbeurteilung erforderlich. Darin werden die überwachungsspezifischen Risiken des Systems detailliert betrachtet. Die Dokumentation umfasst eine genaue Anlagenbeschreibung (inkl. Aufbau, Druckstufen, Sicherheitsventile etc.), die Analyse möglicher Risikoszenarien (z.B. Ausfall von Sicherheitseinrichtungen, extremes Drucküberschreiten) sowie ein darauf abgestimmtes Prüf- und Überwachungskonzept. Dieses Konzept legt fest, welche zusätzlichen Kontrollen oder Absicherungen notwendig sind, um den besonderen Gefahren dieser überwachten Anlage gerecht zu werden.

Der Betreiber muss diese spezielle Gefährdungsbeurteilung erstellen und aktuell halten. Sie dient als Grundlage für behördliche Prüfungen und die Einbindung der ZÜS in den Prüfprozess. Nur wenn die besonderen Risiken erkannt und angemessen beherrscht werden, kann der Betrieb einer überwachungsbedürftigen Warmwasseranlage rechtssicher und im Einklang mit ÜAnlG und TRBS erfolgen.

Festlegung der Anforderungen an befähigte Personen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Anforderungsdefinition befähigte Person

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung fachkundiger Prüfungen

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Fachkenntnisse Drucktechnik 

• Berufserfahrung 

• zeitnahe Tätigkeit

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Rechtssichere Prüferbestellung

Erläuterung:

Der Arbeitgeber muss klare Kriterien festlegen, die eine befähigte Person für Prüfungen an der Warmwasseranlage erfüllen muss. Gemäß den Vorgaben der BetrSichV und technischen Regeln (z.B. TRBS 1203) sind insbesondere fachliche Qualifikationen in der Druckgerätetechnik, einschlägige Berufserfahrung sowie eine aktuelle Tätigkeit im entsprechenden Fachgebiet erforderlich. In der Anforderungsdefinition wird dokumentiert, welche Ausbildungsgänge, Kenntnisse und Mindestpraxiszeiten eine befähigte Person vorweisen muss, um Prüfaufgaben an druckbeaufschlagten Anlagen wahrnehmen zu dürfen.

Durch diese dokumentierte Festlegung stellt der Betreiber sicher, dass nur ausreichend qualifizierte Fachkräfte mit der Prüfung der Anlage betraut werden. Die Auswahl und Bestellung von Prüfern erfolgt rechtssicher, da anhand der festgelegten Kriterien nachvollziehbar ist, dass die beauftragten Personen die gesetzlich geforderten Kompetenzen besitzen. Dies minimiert Haftungsrisiken und gewährleistet fachkundige Prüfungen.

Festlegung von Art, Umfang und Fristen der Prüfungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfkonzept

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Planung aller erforderlichen Prüfungen

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Erst-, wiederkehrende und anlassbezogene Prüfungen 

• Prüfumfang 

• Prüffristen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Prüfplanung, Audit- und Behördenfähigkeit

Erläuterung:

Im Prüfkonzept legt der Betreiber Art, Umfang und Fristen aller erforderlichen Prüfungen für die Warmwasserbereitungsanlage fest. Dieses Dokument beschreibt, welche Prüfarten vorgesehen sind – von der Ersteinbetriebnahmeprüfung über wiederkehrende Prüfungen in festgelegten Intervallen bis hin zu anlassbezogenen Sonderprüfungen (z.B. nach Reparaturen oder sicherheitsrelevanten Ereignissen). Ebenso wird der jeweilige Prüfumfang definiert, also welche Komponenten und Kriterien bei jeder Prüfart zu überprüfen sind, sowie die Prüffristen bzw. Intervalle, innerhalb derer die Prüfungen durchzuführen sind.

Das Prüfkonzept stellt sicher, dass alle Prüfungen fristgerecht und risikobasiert erfolgen. Es ist zentral für den störungsfreien, sicheren Betrieb der Anlage: Durch die strukturierte Planung werden Prüftermine nicht versäumt, Mängel frühzeitig erkannt und behoben und die Audit- und Behördenfähigkeit des Betriebs gewährleistet. Bei internen oder externen Überprüfungen kann der Betreiber anhand des Prüfkonzepts lückenlos nachweisen, dass er seinen Prüfpflichten ordnungsgemäß nachkommt.

Nachweis der fachlichen Qualifikation zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Qualifikationsnachweis

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung fachkundiger Gefährdungsbeurteilungen

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Ausbildung 

• Schulungen 

• Fortbildungen

Verantwortlich

Bildungsträger; Nachweisführung durch Arbeitgeber

Praxisbezug

Audit- und Rechtssicherheit

Erläuterung:

Um die Qualität und Rechtskonformität von Gefährdungsbeurteilungen sicherzustellen, muss der Arbeitgeber den Nachweis der fachlichen Qualifikation der Person erbringen, die diese Beurteilungen erstellt. Ein solcher Qualifikationsnachweis umfasst typischerweise Unterlagen über die einschlägige Ausbildung (z.B. Studium oder Technikerausbildung), absolvierte Schulungen und weiterführende Fortbildungen im Bereich Arbeitssicherheit oder Anlagensicherheit. Gegebenenfalls zählen hierzu auch Zertifikate als Fachkraft für Arbeitssicherheit oder ähnliche Qualifikationen.

In der Praxis werden diese Nachweise vom jeweiligen Bildungsträger ausgestellt (z.B. Teilnahmebescheinigungen) und vom Arbeitgeber gesammelt und aufbewahrt. Sie dienen der Audit- und Rechtssicherheit, da der Betreiber jederzeit belegen kann, dass die Gefährdungsbeurteilung von einer kompetenten, fachkundigen Person durchgeführt wurde. Dies erhöht die Glaubwürdigkeit der Dokumentation gegenüber Auditoren und Aufsichtsbehörden und verringert das Haftungsrisiko im Falle von Unfällen.

Herstellerinformationen zur Wartung (Arbeitsmittel)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Wartungs- und Instandhaltungsinformationen

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung des bestimmungsgemäßen und sicheren Betriebs der Wassererwärmungsanlage

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Wartungsintervalle 

• sicherheitsrelevante Bauteile 

• zulässige Ersatzteile 

• Hinweise zu Prüfungen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Grundlage für Wartungspläne, Instandhaltungsorganisation und Werterhalt

Erläuterung:

Die vom Hersteller bereitgestellten Wartungs- und Instandhaltungsinformationen sind verbindlich in die Instandhaltungsplanung einzubeziehen. Sie enthalten Angaben zu vorgeschriebenen Wartungsintervallen, sicherheitsrelevanten Komponenten (z.B. Ventile, Sensoren), empfohlenen Ersatzteilen und Prüfanleitungen. Gemäß BetrSichV und TRBS müssen Instandhaltungsmaßnahmen nach Herstellerangaben erfolgen. Nur so ist gewährleistet, dass die Anlage fachgerecht, fristgerecht und sicherheitskonform gewartet wird. Die Herstellerangaben bilden außerdem die zentrale Referenz für die Erstellung von Wartungsplänen und Betriebsanweisungen. In der Praxis dienen sie als Grundlage, um die erforderlichen Schutzmaßnahmen und Instandhaltungsintervalle abzuleiten und den langfristigen Werterhalt der Anlage sicherzustellen. Eine lückenlose Dokumentation dieser Informationen unterstützt Betreiber dabei, ihren Verpflichtungen aus Gefährdungsbeurteilung und Anlagenprüfung gerecht zu werden.

Herstellerdokumentation für unbefeuerte Druckbehälter

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Druckbehälterdokumentation

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der Konstruktion, Auslegung und Sicherheit von Druckbehältern

Rechts-/Normbezug

DIN EN 13445-5

Wesentliche Inhalte

• Werkstoffnachweise 

• Berechnungen 

• Prüfbescheinigungen 

• Betriebsgrenzen

Verantwortlich

Hersteller

Praxisbezug

Grundlage für Abnahme, Betrieb und Prüfungen

Erläuterung:

Die Herstellerdokumentation zu unbefeuerten Druckbehältern liefert alle technischen Nachweise über Materialwahl, Auslegung und Sicherheit. Dazu gehören Werkstoff- und Schweißgutachten, Auslegungs- und Konstruktionsberechnungen, CE-Konformitätserklärung, Prüfbescheinigungen einer Notifizierten Stelle sowie ein detaillierter Manufacturer’s Data Report. Diese Unterlagen belegen, dass der Druckbehälter den grundsätzlichen Sicherheitsanforderungen der Druckgeräterichtlinie und relevanter DIN-Normen entspricht. Sie sind unverzichtbar für die behördliche Abnahme, die regelmäßigen Prüfungen (z.B. durch eine ZÜS) und die Betreiberpflichten. Beispielsweise enthalten die Aufzeichnungen Angaben zu den zulässigen Betriebsdrücken und -temperaturen sowie Hinweise auf zusätzliche Sicherheitseinrichtungen (z.B. Sicherheitsventile). Ohne vollständige Herstellerdokumentation kann die Konformität und sichere Verwendung des Druckbehälters nicht nachgewiesen werden. In der Praxis dienen diese Dokumente daher als Basis für Prüf- und Instandhaltungsprozesse sowie für eventuelle Änderungs- oder Ersatzmaßnahmen.

Informationssammlung für die Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Informationssammlung Gefährdungsbeurteilung

Zweck & Geltungsbereich

Bereitstellung aller relevanten Daten zur Bewertung von Gefährdungen

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Herstellerangaben 

• Betriebsbedingungen 

• Druck- und Temperaturdaten

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Grundlage für Schutzmaßnahmen und Prüfkonzepte

Erläuterung:

Die Informationssammlung stellt sicher, dass alle für die Risikobewertung nötigen Daten erfasst werden. Dazu gehören Angaben des Herstellers (Aufbau, Funktionsweise), die im konkreten Betrieb zu erwartenden Einsatzbedingungen (Betriebsdruck, Temperatur, Volumenströme, Medium) und spezielle Gegebenheiten (z.B. Wasserqualität, Zusatzmedien). Nach der BetrSichV (§ 5 und § 6) muss der Arbeitgeber eine vollständige Gefährdungsbeurteilung durchführen, um potenzielle Risiken für die Beschäftigten zu ermitteln. Ohne die systematische Sammlung relevanter Daten wäre diese Beurteilung unvollständig. Die Dokumentation umfasst beispielsweise Druckgrenzen, häufige Betriebstemperaturen oder Abläufe bei Anlagenstillstand. Sie ist die Grundlage dafür, geeignete Schutzmaßnahmen (z.B. Absperrkonzepte, Lüftung bei Leckagen) und Prüfkonzepte festzulegen. Zudem wird in der Gefährdungsbeurteilung festgehalten, wie die Anlage sicher betrieben werden kann. Die Ergebnisse müssen dokumentiert werden und bilden eine Entscheidungsgrundlage für organisatorische und technische Maßnahmen.

Informationen zu Notfall- und Sofortmaßnahmen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Notfallinformationen

Zweck & Geltungsbereich

Festlegung des Vorgehens bei Störungen, Leckagen oder Überdruck

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Abschaltmaßnahmen 

• Alarmierung 

• Erste Hilfe

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Handlungssicherheit im Ereignisfall

Erläuterung:

Für Druckbehälteranlagen müssen klare Notfallpläne vorliegen. Die BetrSichV verlangt, dass der Arbeitgeber angemessene Notfallmaßnahmen festlegt, um bei Unfällen oder Störungen schnell und gezielt handeln zu können. Solche Informationen enthalten z. B. Instruktionen für den sofortigen Anlagenstillstand (z. B. Abschaltung von Brennern und Pumpen), Meldeketten (Wer wird alarmiert?), Evakuierungswege und Erste-Hilfe-Einrichtungen. In der Praxis sind Checklisten oder Pläne anzufertigen, aus denen hervorgeht, wer welche Schritte unternimmt – etwa das Schließen von Ventilen bei Leckagen oder die Anforderung von Feuerwehr bzw. ZÜS. Durch diese Dokumente wird sichergestellt, dass im Störfall koordiniert und sicher vorgegangen wird. Sie erhöhen die Handlungssicherheit, denn alle Beteiligten kennen ihre Aufgaben: So können durch rasches Eingreifen Gefährdungen (z. B. Überdruck, Wasseraustritt, Brand) begrenzt und Personenschäden verhindert werden.

Nachweis zur sicheren Weiterverwendung bei verlängerten Prüffristen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Sicherheitsnachweis bei verlängerten Prüffristen

Zweck & Geltungsbereich

Begründung der sicheren Weiterverwendung von Druckanlagen

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Zustandseinschätzung 

• Risikobewertung 

• ergänzende Maßnahmen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Genehmigungs- und Auditfähigkeit

Erläuterung:

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Prüffrist für eine Druckanlage verlängert werden, z. B. von 10 auf bis zu 15 Jahre für die Festigkeitsprüfung. Voraussetzung ist aber ein sachgerechter Nachweis, dass die Anlage auch mit den längeren Intervallen sicher betrieben werden kann. Konkret bedeutet dies: Bei der regulären Inspektion nach 10 Jahren muss der Betreiber durch die Untersuchung belegen, dass keine unzulässigen Verschleißerscheinungen oder Schäden vorliegen. Dieser Befund ist dann Teil der Gefährdungsbeurteilung und somit zu dokumentieren. Liegen keine Bedenken vor, kann gemäß BetrSichV die Prüffrist um weitere 5 Jahre verlängert werden. In diesem Sicherheitsnachweis werden typischerweise der Anlagestatus, eine Risikoanalyse und ggf. zusätzliche Instandhaltungsmaßnahmen festgehalten. Die Dokumente zeigen, dass die Anlage trotz veränderter Betriebsbedingungen oder Zeitablauf nach wie vor zuverlässig ist. Damit bleibt der Betrieb auch bei verlängerten Prüfintervallen genehmigungs- und auditfähig, weil die zuständigen Behörden die sichere Weiterverwendung nachvollziehen können.

Protokoll über besondere Unterweisungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Unterweisungsprotokoll

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der arbeitsmittelspezifischen Unterweisung

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Unterweisungsthemen 

• Teilnehmende 

• Datum

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Rechtssicherheit, sichere Bedienung

Erläuterung:

Für den sicheren Betrieb sind fachgerechte Schulungen des Bedien- und Wartungspersonals unerlässlich. Die BetrSichV fordert, dass Mitarbeiter anhand der jeweiligen Gefährdungen unterwiesen werden, damit sie Anlagen ordnungsgemäß bedienen können. Die Technischen Regeln (z. B. TRBS 1116) konkretisieren dies: Das Datum, der Inhalt jeder Unterweisung sowie die Namen der Unterwiesenen sind schriftlich festzuhalten. Dieses Protokoll dient als rechtssicherer Nachweis, dass das Personal entsprechend den Anforderungen eingewiesen wurde. In der Praxis werden in speziellen Unterweisungsprotokollen die behandelten Themen (wie Bedienungsabläufe, Gefahrenquellen, Schutzmaßnahmen), Teilnehmer und Termine dokumentiert. Solche Nachweise sind wichtig, um bei Kontrollen der Einhaltung der Betriebsanweisungen zu genügen und im Störfall sicher agieren zu können. Sie belegen gegenüber Aufsichtsbehörden, dass alle Bedienkräfte über die risikogerechte Handhabung informiert sind.

Prüfprotokolle für überwachungsbedürftige Anlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfprotokoll / Testaufzeichnung

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation von Erst-, wiederkehrenden und anlassbezogenen Prüfungen

Rechts-/Normbezug

TRBS 1201; BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Prüfumfang 

• Prüfer/ZÜS 

• Ergebnisse 

• Fristen

Verantwortlich

Befähigte Person / ZÜS

Praxisbezug

Behördennachweis, Betriebssicherheit

Erläuterung:

Überwachungsbedürftige Anlagen wie Druckkessel unterliegen strengen Prüfpflichten. Jede Prüfung – ob Erstprüfung, wiederkehrende Untersuchung oder Prüfung nach Änderung – wird in einem Protokoll festgehalten. Darin werden Umfang und Datum der Prüfung, Name der geprüften Anlagenteile, Prüfpersonen sowie die Ergebnisse dokumentiert. Gemäß BetrSichV muss der Unternehmer Art, Umfang und Fristen der Prüfungen unter Berücksichtigung der Gefährdungsbeurteilung und nach Herstellerangaben ermitteln. Die Ergebnisse sind schriftlich festzuhalten: „Prüfergebnisse müssen dokumentiert werden. Die Ergebnisse der Prüfungen sind mindestens bis zur nächsten Prüfung aufzubewahren“. Damit kann bei jeder Revision nachvollzogen werden, dass die Anlage ordnungsgemäß gewartet und sicherheitsrelevante Mängel beseitigt wurden. Die Testprotokolle sind zugleich der unverzichtbare Nachweis gegenüber Behörden und der Zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS). Nur durch diese lückenlose Prüf- und Überwachungsdokumentation lässt sich die Betriebssicherheit dauerhaft gewährleisten.

Prüfbescheinigung / Prüfzeugnis (ZÜS)

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfbescheinigung (ZÜS)

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der ordnungsgemäßen Prüfung überwachungsbedürftiger Wassererwärmungsanlagen

Rechts-/Normbezug

BetrSichV; TRBS 1201; VDI 6211

Wesentliche Inhalte

• Anlagenidentifikation 

• Prüfumfang (Erst-, wiederkehrend, außerordentlich) 

• Ergebnisse 

• Mängel 

• Fristen

Verantwortlich

Zugelassene Überwachungsstelle (ZÜS)

Praxisbezug

Behördennachweis, Betriebsfreigabe, Auditfähigkeit

Erläuterung:

Die Prüfbescheinigung ist das zentrale Dokument, das bestätigt, dass die überwachungsbedürftige Anlage ordnungsgemäß geprüft wurde. Sie wird von einer zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS) ausgestellt, die gemäß BetrSichV autorisiert ist, Druckanlagen zu prüfen. Die Ausstellung der Prüfbescheinigung ist gesetzlich vorgeschrieben (§ 17 BetrSichV), und sie enthält u. a. Angaben zur Anlagenidentifikation, zum Umfang und Anlass der Prüfung (Erst- oder wiederkehrende Prüfung), zu den Ergebnissen und etwaigen Mängeln sowie die nächsten Prüftermine. Die Prüfbescheinigung dient als offizieller Nachweis für die Inbetriebnahme und den sicheren Weiterbetrieb der Anlage und wird von Behörden und Versicherungen als Beleg für die Erfüllung der Prüfpflichten herangezogen. Durch diesen Nachweis wird im Schadensfall auch dokumentiert, dass die Anlage zum Prüfzeitpunkt den Vorschriften entsprach.

Prüfkonzept für Wassererwärmungsanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Prüfkonzept

Zweck & Geltungsbereich

Strukturierte Festlegung von Art, Umfang und Fristen der Prüfungen

Rechts-/Normbezug

TRBS 1201-2; BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Prüfarten 

• Prüffristen 

• Prüfzuständigkeiten 

• Prüfmethoden

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug

Prüfplanung, Stillstandsvermeidung, Auditnachweis

Erläuterung:

Das Prüfkonzept ist ein vom Arbeitgeber erstellter Plan, in dem Art, Umfang und zeitliche Abfolge der erforderlichen Prüfungen festgelegt werden. Es übersetzt die gesetzlichen Anforderungen (z. B. aus BetrSichV und TRBS 1201-2) in eine praxisgerechte Prüfstrategie. Dazu gehören die Bestimmung der Prüfarten (z. B. Druckprüfung, visuelle Kontrolle), der Prüfintervalle, der zuständigen Personen sowie der anzuwendenden Prüfverfahren. In BetrSichV § 17 wird etwa festgelegt, dass mit Vorlage eines von der ZÜS bestätigten Prüfkonzepts alternative Prüfverfahren zulässig sind, die gleichwertige Sicherheit bieten. Auf dieser Basis ermöglicht das Prüfkonzept eine effiziente Termin- und Ressourcenplanung, minimiert Anlagenstillstände und dient als Nachweis gegenüber Audits und Behörden, dass die Prüfmaßnahmen systematisch organisiert wurden.

Schutzkonzept für Wassererwärmungsanlagen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Schutzkonzept (Arbeitsmittel)

Zweck & Geltungsbereich

Systematische Festlegung technischer, organisatorischer und personenbezogener Schutzmaßnahmen

Rechts-/Normbezug

TRBS 1111; TRBS 1115

Wesentliche Inhalte

• Gefährdungen (Druck, Temperatur, Verbrühung) 

• T-O-P-Maßnahmen 

• Verantwortlichkeiten

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug

Prävention, Unterweisung, Auditfähigkeit

Erläuterung:

Das Schutzkonzept konkretisiert die in der Gefährdungsbeurteilung ermittelten Risiken durch verbindliche Festlegung von Schutzmaßnahmen. Gemäß TRBS 1111 umfasst es die systematische Verknüpfung technischer, organisatorischer und personenbezogener Maßnahmen (T-O-P-Prinzip) zur sicheren Verwendung des Arbeitsmittels. Insbesondere müssen hier alle relevanten Gefährdungen im Betrieb, bei Störungen oder während Instandhaltungsarbeiten – etwa Drucküberschreitung, zu hohe Temperaturen und Verbrühungsgefahr – berücksichtigt werden. Daraus leiten sich dann z. B. druckfeste Bauteile, regelbare Sicherheitstemperaturen, Absperrventile, persönliche Schutzausrüstung und klare Zuständigkeiten ab. Das Schutzkonzept legt genau fest, wer welche Schutzmaßnahmen umzusetzen und zu überwachen hat. So dient es der Prävention und der Unterweisung des Personals und belegt im Audit, dass arbeits- und anlagentechnische Risiken systematisch minimiert werden.

Unfall- und Schadensbericht

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Unfall- und Schadensbericht

Zweck & Geltungsbereich

Dokumentation von Personen- und Sachschäden

Rechts-/Normbezug

BetrSichV; TRBS 3151 (TRGS 751)

Wesentliche Inhalte

• Ereignisbeschreibung 

• Ursachenanalyse 

• Sofort- und Korrekturmaßnahmen

Verantwortlich

Arbeitgeber / Unternehmer

Praxisbezug

Prävention, Versicherungs- und Behördennachweise

Erläuterung:

Der Unfall- und Schadensbericht dokumentiert alle sicherheitsrelevanten Vorfälle (Personen- und Sachschäden) strukturiert und dient der Aufarbeitung und Prävention. Rechtlich ist dies in § 19 BetrSichV geregelt: Hiernach muss der Arbeitgeber der zuständigen Behörde jeden Unfall, der zum Tode oder zu erheblichen Verletzungen führt, sowie jeden Schadensfall melden, bei dem Bauteile oder sicherheitstechnische Einrichtungen versagt haben. Der Bericht selbst enthält eine detaillierte Beschreibung des Ereignisses, die Analyse der Unfallursache(n) und die Dokumentation der sofort ergriffenen und geplanten Korrekturmaßnahmen. Auf dieser Grundlage können weitere Gefährdungen ausgeschlossen und zusätzliche Schutzvorkehrungen getroffen werden. Zudem dient der Bericht als Nachweis gegenüber Versicherungen und Behörden, dass der Vorfall ordnungsgemäß untersucht wurde und Maßnahmen zur Vermeidung künftiger Unfälle eingeleitet wurden.

Herstellerunterlagen zur Vorbereitung der Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Herstellerinformationen

Zweck & Geltungsbereich

Gerätespezifische Sicherheits- und Betriebsinformationen

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Betriebsgrenzen 

• Werkstoffe 

• Wartungsvorgaben 

• Sicherheitsfunktionen

Verantwortlich

Hersteller / Inverkehrbringer

Praxisbezug

Primärquelle für Gefährdungsbeurteilung

Erläuterung:

Hersteller- und Produktdokumentationen (Bedienungsanleitung, Betriebsanleitung) sind unverzichtbare Informationsquellen für die Gefährdungsbeurteilung. Nach TRBS 1111 muss der Arbeitgeber bei der Gefährdungsbeurteilung die mitgelieferten Anleitungen und Informationen des Herstellers berücksichtigen. Diese geben Auskunft über vorgesehene Betriebs- und Wartungsgrenzen, die eingesetzten Werkstoffe und vorhandene Sicherheitsfunktionen. So dienen sie als Primärquelle, um bereits bewertete Gefährdungen oder erforderliche Schutzmaßnahmen zu erkennen. Insbesondere ist zu überprüfen, ob das betriebseigene Nutzungskonzept vom bestimmungsgemäßen Einsatz abweicht und welche Zusatzmaßnahmen dann nötig sind. Die Herstellerangaben fließen verpflichtend in die Beurteilung ein und stärken deren fachliche Substanz.

Vermerk über die regelmäßige Überprüfung der Gefährdungsbeurteilung

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Überprüfungsvermerk

Zweck & Geltungsbereich

Nachweis der turnusmäßigen und anlassbezogenen Aktualisierung

Rechts-/Normbezug

BetrSichV

Wesentliche Inhalte

• Anlass 

• Bewertungsergebnis 

• Anpassungsbedarf 

• Datum

Verantwortlich

Arbeitgeber / Betreiber

Praxisbezug

Revisionssicherheit, kontinuierliche Verbesserung

Erläuterung:

Die Gefährdungsbeurteilung ist regelmäßig und bei Bedarf zu überprüfen (§ 3 Abs. 7 BetrSichV), z. B. nach Umbauten, geänderten Betriebsbedingungen oder Störungen. Über jede Überprüfung wird ein Vermerk geführt, der Anlass, Ergebnisbewertung, etwaigen Anpassungsbedarf und das Datum festhält. Dies dokumentiert die dynamische Fortschreibung der Gefährdungsbeurteilung: Schutzmaßnahmen müssen während des Anlagenlebens wirksam bleiben, regelmäßig kontrolliert und bei Änderungen angepasst werden. Der Vermerk dient als Nachweis für Behörden und im Audit, dass die Gefährdungsbeurteilung stets aktuell gehalten wurde und Sicherheitsmängel zeitnah analysiert sowie behoben werden.

Verpflichtung der Lieferanten zur Einhaltung arbeitsschutzrechtlicher Anforderungen

Feld

Inhalt

Dokumenttyp

Lieferantenverpflichtung Arbeitsschutz

Zweck & Geltungsbereich

Sicherstellung sicherer Lieferung, Montage und Übergabe

Rechts-/Normbezug

DGUV Vorschrift 1

Wesentliche Inhalte

• Einhaltung der Arbeitsschutzvorgaben 

• Bereitstellung von Unterlagen 

• Koordination bei Arbeiten

Verantwortlich

Auftraggeber (Besteller)

Praxisbezug

Beschaffung, Haftungsminimierung

Erläuterung:

Bereits bei der Beschaffung sind sicherheitstechnische Anforderungen verbindlich festzulegen: Nach DGUV Vorschrift 1 muss der Auftraggeber dem Lieferanten/Monteuer schriftlich auftragen, die geltenden Arbeitsschutzvorgaben einzuhalten. Die Lieferantenverpflichtung hält dies vertraglich fest und verlangt z. B. die Bereitstellung aller erforderlichen Unterlagen (z. B. Bedienungsanleitungen, Prüfbescheinigungen), die Anmeldung der Arbeiten beim Betreiber und die Abstimmung von Schutzmaßnahmen. Damit wird der Arbeitsschutz in die früheste Phase des Beschaffungsprozesses integriert. Diese Praxis reduziert Betreiber- und Haftungsrisiken, da nur sichere Arbeitsmittel und qualifiziertes Personal eingesetzt werden. Gleichzeitig schafft sie Transparenz und Rechtsklarheit für beide Seiten, insbesondere im Hinblick auf die Koordination von Montagearbeiten und Verantwortlichkeiten.