Trinkwasseranlagen in Gebäuden unterliegen in Deutschland der Trinkwasserverordnung (TrinkwV), um die Hygiene sicherzustellen und die öffentliche Gesundheit zu schützen. Besonders das Vorkommen von Legionella spp. stellt ein erhebliches Risiko dar, da es zu schweren Erkrankungen wie der Legionärskrankheit führen kann. Aus diesem Grund sind in bestimmten Gebäudetypen, insbesondere in Großanlagen mit zentraler Warmwasserversorgung, regelmäßige Probenahmen, Untersuchungen und Dokumentationen zwingend vorgeschrieben. Der Untersuchungsbericht über Legionellen, erstellt von einer nach TrinkwV akkreditierten Untersuchungsstelle, ist dabei das zentrale Dokument. Er bestätigt die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen, ermöglicht einen sicheren Betrieb und schützt Betreiber vor Haftungsrisiken.
Der Untersuchungsbericht über Legionellen ist ein unverzichtbares Pflichtdokument für den sicheren Betrieb von Trinkwasseranlagen. Er gewährleistet die Einhaltung der Trinkwasserverordnung, erfüllt die Anforderungen nach DIN EN ISO 11731 und bildet die Basis für behördliche Kontrollen sowie für die betriebliche Hygieneorganisation. Für das Facility Management ist er ein zentrales Instrument zur rechtssicheren Dokumentation, zur frühzeitigen Risikominimierung und zur Einleitung geeigneter Maßnahmen, um dauerhaft hygienisch einwandfreies Trinkwasser sicherzustellen.
Nachweis, dass Trinkwasseranlagen frei von gesundheitsgefährdenden Legionellen sind und die Grenzwerte gemäß TrinkwV eingehalten werden.
Relevante Normen
Trinkwasserverordnung; DIN EN ISO 11731 (Nachweis und Quantifizierung von Legionella spp.)
Schlüsselelemente
- Angaben zur Probenahme (Ort, Zeitpunkt, Temperatur) - Analytische Methoden nach DIN EN ISO 11731 - Messergebnisse in KBE/100 ml (koloniebildende Einheiten) - Bewertung anhand der TrinkwV-Grenzwerte (100 KBE/100 ml) - Empfehlungen für Maßnahmen bei Überschreitungen
Verantwortlich
Anerkannte und akkreditierte Untersuchungsstellen/Labore gemäß TrinkwV
Praktische Nutzung
- Vorlage bei Gesundheitsämtern und behördlichen Prüfungen - Grundlage für Gefährdungsanalysen nach TrinkwV bei Überschreitungen - Bestandteil der FM-Hygienedokumentation und des Risikomanagements
Erläuterung
Das Untersuchungsprotokoll für Legionellen ist das zentrale Nachweisdokument für die Trinkwassersicherheit. Bei Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes besteht für den Betreiber die Pflicht, unverzüglich eine Gefährdungsanalyse zu veranlassen und geeignete Maßnahmen einzuleiten (z. B. thermische Desinfektion, Spülprogramme oder bauliche Anpassungen). Für das Facility Management dient der Bericht als offizieller Nachweis gegenüber den Behörden, als Grundlage für die Weiterentwicklung interner Hygienekonzepte sowie als zentrales Instrument zur Wahrnehmung der Betreiberverantwortung nach Arbeitsschutz- und Infektionsschutzgesetz.